Ottakring

Bezirksmuseum
Ottakring

Das Bezirksmuseum Ottakring zeigt die Entwicklung des Bezirks von den ehemaligen Dörfern Neulerchenfeld und Ottakring bis heute. Zu sehen sind unter anderem Sammlungsstücke zum Thema Weinbau, eine original erhaltene Harmonika-Macherei, der Nachlass der Perlmuttwarenfabrikation Krehan, handwerkliche Erzeugnisse und Modelle.
Blick in die Dauerausstellung des Bezirksmuseums Ottakring, Foto: Klaus Pichler

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Blick in die Dauerausstellung des Bezirksmuseums Ottakring, Foto: Klaus Pichler

Dauerausstellungsbereich „Ottakring 1918-1945“, Foto: Klaus Pichler

Harmonika-Macherei, Bezirksmuseum Ottakring, Foto: Klaus Pichler

Ansicht der Dauerausstellung mit Winzerkrone, Bezirksmuseum Ottakring, Foto: Klaus Pichler

Im Bezirksmuseum Ottakring wird auf knapp 140 Quadratmetern Dauerausstellungsfläche anhand von historischen Exponaten, von Dokumenten und Fotomaterial die Entstehung der ehemaligen Ortschaften Ottakring und Neulerchenfeld vermittelt. Die historische Entwicklung dieser ehemals ländlichen Vororte Wiens zum 16. Wiener Gemeindebezirk und schließlich der Urbanisierung des Stadtteils wird ausführlich dargestellt. Die dazu parallel verlaufenden gesellschaftlichen Veränderungen der Wohnbevölkerung werden anlässlich markanter Wendepunkte aufgezeigt. Neben der politischen Entwicklung des Stadtteils wird ein Schwerpunkt auf das historische Arbeitsleben und Geselligkeit gelegt.

Dauerausstellungsbereich "Ottakring 1918-1945", Foto: Klaus Pichler

Das Bezirksmuseum Ottakring als Ort der Bezirkshistorie und der Begegnung

Das Bezirksmuseum sammelt, erfasst, verwahrt und erhält Objekte, die für Landschaft, Geschichte, Wirtschaft und Kultur im örtlichen Bereich des 16. Wiener Gemeindebezirks kennzeichnend sind. Durch ausgewählte Exponate werden in den Schauräumen die Bezirksgeschichte und die Entwicklungen des Bezirks kulturhistorisch dargestellt. Die Vergangenheit der lokalen Bevölkerung wird auf respektvolle Weise im Hier und Jetzt präsentiert. Dabei wird versucht, interessante Einblicke und vielfältige Eindrücke aus verschiedenen Blickwinkeln zu bieten.

Das Bezirksmuseum fungiert auch als Ort der Begegnung, der Kommunikation und des Gedankenaustauschs, und zwar durch Veranstaltungen, Sonderausstellungen, Führungen und Lehrwanderungen. Themenspezifische Druckschriften werden veröffentlicht und Interessierten zur Verfügung gestellt.

Wechselnde Sonderausstellungen und Präsenzbibliothek

Im Vorraum zur Dauerausstellung finden wechselnde Sonderausstellung mit thematischem Bezug zum Bezirk Ottakring statt.

Das Bezirksmuseum verfügt außerdem über eine kleine Präsenzbibliothek, vorrangig mit Literatur über die Lokalhistorie. Lebensberichte von Ottakringer:innen, ob veröffentlicht oder nicht, werden besonders wertgeschätzt. Sie gewähren meist persönlich geprägte Einblicke in heute nicht mehr vorstellbare soziale Situationen.

Harmonikamacherei, Bezirksmuseum Ottakring, Foto: Klaus Pichler

Zur Geschichte des Bezirksmuseums Ottakring

Im Jahre 1935 wurde der Museumsverein Ottakring gegründet. Das „Heimatmuseum“, wie es damals genannt wurde, konnte schließlich nach intensiver Sammeltätigkeit und tatkräftiger Unterstützung der Bevölkerung am 9. Mai 1937 eröffnet werden. Die ersten Ausstellungsräume befanden sich in einem Trakt der Abele-Schule, erster Museumsleiter war der Schriftsteller Ludwig Rossa.

Mit Kriegsausbruch 1939 musste das Museum geschlossen werden, weil der straßenseitige Teil der Räumlichkeiten einer „Kartenstelle“ für die Ausgabe von Lebensmittel-, Tabak- und Spinnstoffkarten etc. zugewiesen wurde.

In den ersten Friedensjahren übersiedelte das Bezirksmuseum ins Magistratische Bezirksamt an seinen heutigen Standort auf dem Richard-Wagner-Platz 19, wo es am 18. Mai 1952 wiedereröffnet wurde. Nach einer abermaligen mehrjährigen Unterbrechung aufgrund von Bauarbeiten erfolgte am 21. Mai 1976 die Wiedereröffnung des Museums. Nach Prof. Rudolf Wagner und Prof. Reg.Rat Ing. Robert Medek leitet aktuell DI Dr. Jochen Müller das Bezirksmuseum Ottakring.

Ansicht der Dauerausstellung mit Winzerkrone, Foto: Klaus Pichler/Bezirksmuseum Ottakring