Penzing

Bezirksmuseum
Penzing

Jedem der ehemaligen Dörfer des 14. Bezirks (Baumgarten, Breitensee, Hadersdorf-Weidlingau, Hütteldorf, Penzing) hat das Bezirksmuseum Penzing einen eigenen Raum eingerichtet. Auf über 800 Quadratmetern Ausstellungsfläche sind eine historische Greißlerei, eine Holzfällerhütte, die Werkstätten eines Musikinstrumentenbauers, eines Handschuhmachers und eines Schusters zu sehen. Eigene Bereiche sind berühmten Penzinger Persönlichkeiten wie Otto Wagner, Gustav Klimt, Eduard Gurk und Heinz Conrads gewidmet.
Alte Greißlerei, Bezirksmuseum Penzing, Foto: Klaus Pichler

v.o.n.u.:

Alte Greißlerei, Bezirksmuseum Penzing, Foto: Klaus Pichler

Wiental-Wienerwald als Natur und Kulturlandschaft
mit einem Relief des Bezirks Penzing, Bezirksmuseum Penzing, Foto: Klaus Pichler

Ausstellungsansicht, Thema öffentlicher Verkehr, Bezirksmuseum Penzing, Foto: Klaus Pichler

Klaviermacherwerkstätte der Firma Stelzhammer, um 1900, Bezirksmuseum Penzing, Foto: Klaus Pichler

Das Bezirksmuseum Penzing ist in 25 Räumen auf zwei Stockwerken untergebracht, die sich verschiedenen Themen der Bezirksgeschichte sowie den einzelnen Bezirksteilen widmen. Herausragend für das Museums ist die Fülle an Ausstattungen historischer Einrichtungen, Werkstätten und Geschäfte. Zu sehen sind eine historische Greißlerei, eine Holzfällerhütte aus Hadersdorf-Weidlingau, eine Binder- und eine Handschuhmacherwerkstätte, ein Wohnzimmer aus der Zeit um 1900, sowie eine Küche von etwa 1930 und eine alte Waschküche. Eine nostalgische Geschäftsstraße zeigt unterschiedliche Auslagen  – von historischem Spielzeug bis zur Pfaidlerei (Kurzwarenhandlung).

Ein großer Raum im zweiten Stock des Museums ist der Naturlandschaft Wiental-Wienerwald gewidmet. Hier befindet sich ein 4 Meter langes Relief der 5 ehemaligen Gemeinden. Es ist im Maßstab 1:2.500 nach dem franziszeischen Kataster von 1819 gefertigt. In Vitrinen werden die Lebensräume für Flora und Faune des 14. Bezirks gezeigt. An einer Multimediastation lassen sich Vogelstimmen abhören und zuordnen.

Wiental-Wienerwald als Natur und Kulturlandschaft mit einem Relief des Bezirks Penzing, Bezirksmuseum Penzing, Foto: Klaus Pichler

Ausstellungsansicht, Thema öffentlicher Verkehr, Bezirksmuseum Penzing, Foto: Klaus Pichler

Ein großer Bereich der Dauerausstellung zeigt die Entwicklung des Straßen- und Bahnverkehrs im 14. Bezirk. An einem Fahrkartenschalter können historische Eisenbahnkarten und Straßenbahnfahrscheine gelöst werden. Das Thema „Verkehr“ ist auch wiederholt das Thema von Sonderausstellungen.

Der Musikinstrumentenbau hat in Penzing sehr lange Tradition. Um 1900 gab es fast ein Dutzend Betriebe, welche sich mit dem Bau von Musikinstrumenten beschäftigten. Darunter war auch die größte Klavierfabrik der Monarchie, die Firma Hofmann & Czerny.  In der Klaviermacherwerkstätte der Firma Stelzhammer aus dieser Zeit sind Originalwerkzeuge für den Klavierbau zu sehen. Angeschlossen an diese Werkstätte ist die Instrumentensammlung von Hugo Stelzhammer.

Klaviermacherwerkstätte der Firma Stelzhammer, um 1900, Bezirksmuseum Penzing, Foto: Klaus Pichler

An Penzinger Künstler:innen wird im Bezirksmuseum ebenfalls erinnert. So sind eigene Ausstellungräume etwa Otto Wagner und Gustav Klimt gewidmet. Außerdem zeigt das Museum den Nachlass des Schauspielers, Radio- und Fernsehmoderators Heinz Conrads sowie Werke der Künstler:innen Georg Pevetz, Ernst Fuchs, Eduard Gurk, Valerie Czernotzky-Dichtl und Hans Zatzka.

Im Erdgeschoss und Garten des Gebäudes ist zudem ein Lapidarium mit Skulpturen, Säulen und Gesteinen von ehemaligen Bauten im Bezirk untergebracht.

Zur Geschichte des Bezirksmuseums Penzing

1962 gegründet, erhielt es in der Penzinger Straße 59, im 1873 errichteten ehemaligen Amtshaus der Gemeinde Penzing, zwei Ausstellungsräume samt Nebenräumen zugewiesen. Im November 1963 wurde das Museum mit der Sonderausstellung „Verkehrswege als Wegweiser der Geschichte“ eröffnet. Bis zu seinem Tode im Jahr 1967 leitete Prof. Anton Scheiblin das Museum. Sein Nachfolger als Museumsleiter war, bis zu dessen Ableben 2016, Ing. Karl Koller. Nach der Absiedelung verschiedener Magistratsdienststellen steht seit 1978 dem Museum ein Großteil des Gebäudes zur Verfügung. Heute sind bereits mehr als 20 Ausstellungsräume für Besucher zugänglich.