Währing

Bezirksmuseum
Währing

HERZLICH WILLKOMMEN IM BEZIRKSMUSEUM WÄHRING im 18. Wiener Gemeindezirk! Das Museum ist Mo 10-12 Uhr, Do 17-19 Uhr und So 10-12 Uhr für Sie geöffnet und unter 01 4000-19127 zu den Öffnungszeiten oder 0699 88473564 telefonisch und unter E-Mail: bm1180@bezirksmuseum.at erreichbar. Eintritt freie Spende.
Blick in die Dauerausstellung des Bezirksmuseums Währing, Foto: Klaus Pichler

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Blick in die Dauerausstellung des Bezirksmuseums Währing, Foto: Klaus Pichler

Sterbende Madonna im Kreise der Apostel, Donauschule, um 1520, Bezirksmuseum Währing, Foto: Klaus Pichler

Modell eines Pferdefuhrwerks aus dem ehemaligen Gasthaus Lutz in Pötzleinsdorf, Bezirksmuseum Währing, Foto: Klaus Pichler

Eingang zum Bezirksmuseum Währing, Foto: Klaus Pichler

Das Bezirksmuseum Währing befindet sich im Amtshaus des 18. Bezirks mit dem Eingang in der Währinger Straße 124. Durch den Hausflur und die Stufen rechts hinauf gelangt man zur Eingangstüre. Im Vorraum finden Sie Informationsmaterialien und Bücher, außerdem befindet sich hier ein schmaler Gang für die jeweilige Sonderausstellung. Ein Durchgang führt in die Dauerausstellung über die Geschichte des Bezirks. Die Ausstellung ist nach den früheren Dörfern gegliedert und enthält vielfältige Informationen in Bildern, Fotos, Postkarten, Dokumenten, Plänen und Objekten.

Das Schmuckstück des Museums ist ein großes Holzrelief „Sterbende Madonna im Kreise der Apostel“ aus der Donauschule von 1520, das 1905 in der Gersthofer Straße vergraben gefunden wurde und bereits seit 1947 im Museum zu sehen ist.

Sterbende Madonna im Kreise der Apostel, Donauschule, um 1520, Bezirksmuseum Währing, Foto: Klaus Pichler

Besondere Objekte sind Modelle eines Speditions-LKW aus 1946 und zwei Modelle aus dem ehemaligen Gasthaus Lutz in Pötzleinsdorf, die ein Pferdegespann mit Weinfässern und eine Weinpresse zeigen.

Modell eines Pferdefuhrwerks, Bezirksmuseum Währing, Foto: Klaus Pichler

Zur Geschichte des Bezirksmuseums Währing

Nach 1920 bildeten Lehrer aus dem Bezirk eine „Arbeitsgemeinschaft Währinger Heimatkunde“ mit Sitz in der  Schopenhauerstraße 49 (damals Realschule).  Bereits im Jahr 1923 erschien ein Werk mit dem Titel „Währing – ein Heimatbuch des 18. Wiener Gemeindebezirkes“ im Selbstverlag, ein Jahr später folgte der zweite Teil und 1925 ein dritter Teil. Diese Bücher behandelten die Geschichte der ehemaligen Dörfer Währing, Weinhaus, Gersthof, Pötzleinsdorf, Salmannsdorf und Neustift am Walde, welche zu dieser Zeit (1890 – 1938) den 18. Wiener Gemeindebezirk bildeten. Sie vermitteln sowohl Einsichten in die weit zurückgehende Geschichte als auch über Flora und Fauna, Gewerbebetriebe und Bautätigkeiten, Schulen und Universitäten, unter Verwendung von Augenzeugenberichten.

Aus der Arbeitsgemeinschaft entstand der Gedanke zur Gründung eines „Währinger Heimatmuseums“. Es wurden Urkunden, Schriften und andere Objekte gesammelt, jedoch die unruhigen Zeiten und die Suche nach einem entsprechenden Ausstellungsort verzögerten immer wieder eine echte Museumstätigkeit.

Erst 1938 kam es zur Konstituierung eines Vereines für die Errichtung und Erhaltung eines Heimatmuseums in Währing. In der Schule Bischof Faber-Platz wurden zwei Klassenzimmer für die Errichtung des Museums zur Verfügung gestellt. Noch im selben Jahr wurde der Verein von den NS-Behörden wieder aufgelöst.

Blick in die Dauerausstellung des Bezirksmuseums Währing, Foto: Klaus Pichler

Nach dem Zweiten Weltkrieg rief der Währinger Senffabrikant Hans Sartory, Enkel des einstigen Währinger Bürgermeisters Alexander Sartory, das Museum wieder ins Leben. Am 7. Juni 1948 wurde der „Verein Währinger Heimatmuseum“ neu gegründet, am 4. Mai 1952 konnte das Museum in einigen Räumen des Amtshauses eröffnet werden. Als Hans Sartory 1960 verstarb, wurde das Museum geschlossen.

Fünf Jahre später gelang es einigen Bezirksräten von ÖVP und SPÖ in gemeinsamer Initiative den „Verein Währinger Bezirksmuseum“ und das Bezirksmuseum zu reaktivieren. Zwei Kustoden wurden gefunden: Helmut Fielhauer vom Institut für Volkskunde und Gerhard Jagschitz vom Institut für Zeitgeschichte an der Universität Wien. Die Zeitschrift „UNSER WÄHRING“ wurde ins Leben gerufen, die seit 1965 bis heute viermal im Jahr erscheint und über Geschichte und Geschichten der ehemaligen Dörfer Währing, Weinhaus, Gersthof und Pötzleinsdorf berichtet (die Bezirksteile Salmannsdorf und Neustift am Walde wurden im Jahre 1938 dem 19. Bezirk eingegliedert).

Eingang zum Bezirksmuseum Währing, Foto: Klaus Pichler/Bezirksmuseum Währing

1970 konnte das Museum im Amtshaus wieder eröffnet werden, der Museumsverein hatte zu diesem Zeitpunkt etwa 1200 Mitglieder. Weitere Museumsleiter waren dann Wolfgang Etschmann, Helmut Haas und Paul Katt. Seit 2012 ist Doris Weis als Museumleiterin ehrenamtlich tätig.