Unsere
Veranstaltungen
25. März 2026 18:30 Uhr
Vertriebene Intelligenz – Lise Meitner und Otto Fischer
Lise Meitner (1878–1968), Physik, um 1960, United States Library of Congress / wikimedia.commons, Harris & Ewing © gemeinfrei

Lise Meitner wurde 1878 in der heutigen Heinestraße in der Leopoldstadt geboren. Ihr Vater war ein jüdischer Anwalt, sie selbst wurde allerdings protestantisch erzogen und 1908 evangelisch getauft. 1906 wurde sie als erst zweite Frau an der Uni Wien im Hauptfach Physik promoviert, anschließend ging sie nach Berlin und arbeitete viele Jahre eng mit dem Chemiker Otto Hahn zusammen, dem 1938 die erste Kernspaltung gelang.
Aufgrund der NS-Rassengesetze sah sie sich 1938 gezwungen, nach Schweden zu emigrieren, wo sie weiterhin wissenschaftlich arbeitete, u.a. zusammen mir ihrem Neffen Otto Frisch. Nach dem Zweiten Weltkrieg wandte sie sich entschieden gegen die Entwicklung von Atomwaffen und setzte sich für die friedliche Nutzung der Kernenergie ein.
Meitner erhielt für ihre Errungenschaften zahlreiche Ehrungen, der Nobelpreis – obwohl mehrmals nominiert – blieb ihr allerdings verwehrt. Sie starb 1968 in Cambridge.
Text der Lesung: Helmut Korherr
Mitwirkende: Erika Deutinger und Kurt Hexmann
Produktion Kulturverein SABA
Erika Deutinger, Kurt Hexmann