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Bezirk
ARGE
Monat
November
Jahr
2026
Kategorie
Event

6. November 2026   19:00-21:00

120 Jahre „Törleß“: Zwischen Verwirrung und Moderne

120 Jahre „Törleß“: Zwischen Verwirrung und Moderne
Ein Jubiläumsabend am Geburtstag des Dichters Robert Musil – von historischen Blicken bis zum Comic-Remix

Eine Kooperationsveranstaltung zwischen Grazer Autorinnen Autorenversammlung (GAV) und ARGE Wiener Bezirksmuseen.


Robert Musil und sein epochaler Erstling

Am 6. November 1880 in Klagenfurt geboren, zählt Robert Musil heute zu den bedeutendsten Schriftstellern der deutschsprachigen Moderne. Mit seinem 1906 erschienenen Erstlingsroman „Die Verwirrungen des Zöglings Törleß“ gelang dem damals 26-jährigen Autor auf Anhieb ein literarischer Durchbruch. Ausgehend von eigenen Erfahrungen in österreichischen Militärinternaten verwebte Musil psychologische Präzision mit existenzieller Philosophie. Der Roman schildert die Orientierungssuche des jungen Törleß in einem von Machtmissbrauch, Ausgrenzung und moralischer Verunsicherung geprägten Umfeld – ein Thema, das als meisterhaftes Portrait der Fin-de-Siècle-Gesellschaft und als zeitloser Klassiker bis heute fasziniert.

Robert Musil, 1930


Das Programm des Abends

Anlässlich des 120-jährigen Erscheinungsjubiläums des Romans und exakt am 146. Geburtstag des Autors laden wir am Freitag, dem 6. November 2026, zu einem facettenreichen Jubiläumsabend in den Festsaal des Bezirksmuseums Josefstadt (BM 08) ein.

Bereits ab 18:30 Uhr öffnet das Bezirksmuseum Josefstadt seine Türen für eine exklusive Besichtigung der Museumssammlungen. Um 19:00 Uhr beginnt das vielseitige Bühnenprogramm, das Musils Werk aus fünf historischen und zeitgenössischen Perspektiven beleuchtet:

  1. Ruth Aspöck: Einführung zu Robert Musil und dem historischen Kontext des „Törleß“.
  2. Angelika Stumvoll: „Törleß in zeitgenössischen Gedichten“ – eigenständige lyrische Reflexionen.
  3. Ilse Kilic: „Musil als Schwimmer“ – ein überraschender Blick auf den Menschen im Alltag.
  4. Nicolas Mahler: „Der Mann ohne Eigenschaften als Comic“ – humorvolle Bildkunst mit Beamer-Projektion.
  5. Wolfgang Musil: „Nordlicht Remix“ – elektroakustischer Musikgenuss zum Ausklang des Abends.

 

Erstellt mit Gemini Notebook

 


Eine besondere Kooperation: Von alten Akten zur neuen Zukunft

Dieser Festabend bildet zugleich eine Premiere: Es handelt sich um die erste eigenständige Veranstaltungsreihe der ARGE Wiener Bezirksmuseen (im Unterschied zu den regulären Ausstellungen der einzelnen Museen).

Ermöglicht wird das Event durch eine enge Zusammenarbeit mit der Grazer Autorinnen Autorenversammlung (GAV). Der Anstoß dazu hat eine spannende Vorgeschichte: Bei einer Durchsicht alter Dokumente in der ARGE trat eine historische Verbindung zum Robert Musil-Gedenkraum zutage. 1986 hatte die Stadt Wien die Wohnung in der Rasumofskygasse per Benützungsübereinkommen (Präkarium) an die ARGE überlassen, die den Raum 1988 wiederum an die GAV weitergab – mit der Auflage, den Gedenkraum für die Öffentlichkeit zugänglich zu halten.

Nachdem die Räumlichkeiten heute erfolgreich von der GAV betreut werden, ergriff ARGE-Präsidentin Brigitte Neichl die Initiative, erneuerte den Kontakt und regte eine Kooperation an. Das doppelte Jubiläum bot hierfür den idealen Anlass. Diese gelungene Wiederbelebung der historischen Partnerschaft legt den Grundstein für die Zukunft – weitere gemeinsame Kulturveranstaltungen sind bereits angedacht.


Herzliche Einladung!

Erleben Sie einen anregenden Abend voller Literatur, Kunst, Musik und Geschichte im stimmungsvollen Rahmen des Bezirksmuseums Josefstadt.

  • Wann: Freitag, 6. November 2026
    (Ab 18:30 Uhr Museumsbesichtigung | 19:00 Uhr Veranstaltungsbeginn)
  • Wo: Festsaal des Bezirksmuseums Josefstadt, Schmidgasse 18, 1080 Wien
  • Eintritt: Frei, Spenden erbeten
  • Anmeldung: Aufgrund der begrenzten Platzkapazitäten bitten wir um verbindliche Anmeldung unter office@bezirksmuseum.at.

Infobox: Der Robert Musil-Gedenkraum

Der Gedenkraum befindet sich im ehemaligen Wohnhaus Robert Musils (wo er von 1921 bis 1938 lebte) und ehrt sein Schaffen sowie sein Gedenken im Kontext der Verfolgung durch das NS-Regime. Er wird heute von der Grazer Autorinnen Autorenversammlung betreut.

  • Adresse: Rasumofskygasse 20/Tür 6, 1030 Wien (3. Bezirk)
  • Besuchsmöglichkeit: Während der GAV-Bürozeiten (Montag bis Mittwoch 10:00–14:00 Uhr, Donnerstag 10:00–13:00 Uhr; Voranmeldung empfohlen) sowie nach individueller Vereinbarung. (Hinweis: Im 2. Stock gelegen, nicht barrierefrei).
  • Telefon: +43 1 713 10 19
  • E-Mail: office@gav.at

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