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Die Donau 

Die Donau (lat. Danubius) ist nach der Wolga der zweitlängste Fluss Europas. In der Antike war die Donau ein wichtiger Grenzfluss und trennte das römische Reich von den "Barbaren". Ihre Wichtigkeit zeigt sich durch zahlreiche Darstellungen, die in Rom selbst prominent platziert wurden. So zeigen sowohl die Trajanssäule (112/113 n. Chr.) wie auch die Marc-Aurel-Säule Donauüberquerungen über Schiffsbrücken. Auch auf für die Verbreitung von Nachrichten so wichtigen Münzdarstellungen sind Donauüberquerungen zu sehen.

Im Hoch-Mittelalter war das Hauptgerinne der Donau der heutige Donaukanal. Da die Donau viel Sand und Geröll mit sich führte, sich jedoch die Strömungsgeschwindigkeit wegen des geringeren Gefälles im Wiener Becken stark verringert, kam es zu beträchtlichen Ablagerungen des Geschiebes im Wiener Raum. Dies führte nicht nur zu Versandungen, sondern auch zu einem charakteristischen Drang der Donau, ihr Bett weiter ins Marchfeldhinaus zuverlegen.

Eine stete Verschiebung des ursprünglichen Hauptgerinnes (heutiger Donaukanal) nach Niederösterreich wurde erst durch die Donauregulierung unterbunden. Die Donau trat immer wieder aus den Ufern, was zu Katastrophen in den tiefgelegenen Vorstädten (Roßau, Leopoldstadt, Weißgerber und andere), vor allem aber auch an den links der Donau gelegenen Orten führte (21, 22); aus der älteren Zeit sind das Hochwasser von 1501 und das "Allerheiligen-Hochwasser" von 1787 hervorzuheben.

Geschichte der Donauregulierung (Teil der Dauerausstellung)

Die Donauregulierung (mit Hochwasserschutzbauten) erfolgte nach langen Diskussionen im Gemeinderat und nach Schaffung einer Donauregulierungskommission 1870-1875 unter dem Eindruck der beiden verheerenden Hochwässervon 1830 (Eisstoß) und 1862 (Tauflut). Sie hatte städtebaulich negative Folgen: deutliche Trennung des 2./20. vom 21. Bezirk durch Strom und Überschwemmungsgebiet, Abwertung der unmittelbar südlich der regulierten Donau liegenden Gebiete durch die Dominanz von Industrie-, Hafen- und Lagerbauten (verstärkt durch die Bahnanlagen der Nord- und Nordwestbahn, die diese Gebiete noch weiter isolierten), Ausdehnung des verbauten Gebiets jenseits der Donau in Richtung Marchfeld ohne engere Bindung an die Stadt und den Strom. Sie schuf jedoch (infolge der Erhaltung der Altarme der Donau) ein neues Erholungsgebiet (Alte Donau, Gänsehäufel), das sich seine Attraktivität bewahren konnte.

Obwohl es auch nach der Donauregulierung zu (kleineren) Überschwemmungen kam (1897, 1899), führte dies zu keinen weiteren Gegenmaßnahmen. Als sich nach dem Zweiten Weltkrieg die Überflutungen häuften (1954, 1956, 1959), beschäftigte sich der Gemeinderat in den 1960er Jahren intensiv mit der Frage des (totalen) Hochwasserschutzes und beschloss am 12. September 1969 eine grundlegende Umgestaltung des Donaubereichs (Zweite Donauregulierung). Im Überschwemmungsgebiet wurde ein zweites Donaubett (Entlastungsgerinne, "Neue Donau") gegraben (Baubeginn 1. März 1972), zwischen den beiden Gerinnen entstand eine rund zwanzig Kilometer lange und durchschnittlich 400 Meter breite Insel (Donauinsel) mit allen Möglichkeiten für ein Naherholungsgebiet.

Quelle: Geschichte Wien Wiki




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