Loading
  • Wiener Bezirksmuseen
  • Sondermuseen
  • Veranstaltungskalender
  • ARGE

1900 bis heute

1901-1904

Querfeldeinläufe in Pötzleinsdorf mit prominenter internationaler Beteiligung.

1906

Eröffnung des Gymnasiums Klostergasse 21-25, bestand vorher als Klassen in den städtischen Schulen Cottagegasse 17 und Haizingergasse 37.

1907

Eine O-Bus-Linie zwischen Pötzleinsdorf und Salmannsdorf wird eingerichtet und ersetzt die Stellwagenverbindung, die seit 1870 bestand.

1907-1910

Besteht im Wilhelminensaal Thimiggasse 16 das „Neue Anzengruber-Theater“.

1908

Gründung und Errichtung des Cottage-Sanatoriums für Stoffwechsel- und Nervenkranke durch Dr. Rudolf Urbantschitsch (Pläne von Hans Kazda), es besteht bis 1940. Seit 1955 eine Wohnhausanlage für Angehörige der russischen Vertretungen in Wien.

1908-1910

Bau des Zentralkinderheimes für Findel- und Waisenkinder, und ledige Mütter mit ihren Kindern in Gersthof, in dem 1943 auch eine Frauenklinik und Hebammenschule eingerichtet wird (heute „Ignaz Semmelweis-Frauenklinik“, „Charlotte Bühler-Heim“ und das zentrale Pass- und Fundamt).
1910 kommen Teile des 18. Bezirks zum 17. Bezirk Hernals.

1910-1915

Bau der Gersthofer Frauenklinik, heute Orthopädisches Krankenhaus der Stadt Wien Gersthof.

1912

1. Sommerbad am Schafberg, besteht bis 1969. 1974 nach Umbau und Erweiterung wieder eröffnet.

1914-1918

Erster Weltkrieg. Von 140 Männern aus Pötzleinsdorf kommen 36 nicht mehr zurück. Ziffern aus den anderen Bezirksteilen sind nicht bekannt.

1915

Die ersten Schrebergärten auf dem Schafberg werden errichtet. Ein Erholungsheim für Kinder wird gegründet (besteht bis 1934).

1918

Streik in einigen Währinger Betrieben gegen den Krieg und die schlechte Versorgung mit Lebensmitteln.

1919

Dr. Robert Winterstein organisiert die „Bürgerwehr Währing-West“ zum Schutz des Cottageviertels und Pötzleinsdorf gegen Einbrüche und Überfälle.
Hauptmann Schmidl und Oberleutnant Saider gründen eine „Schutzwehr für den XVIII. + XIX. Bezirk, die 1920 in die Heimwehr aufgeht.

1920

Gründung einer Mutterberatungsstelle im Zentralkinderheim in Gersthof.

1921

Gründung der Mittelschule für Mädchen in der Haizingergasse 37.

1922

1.2. Erhält Währing ein Jugendamt.

1923

Eröffnung einer Heilstätte für lungenkranke Frauen auf dem Schafberg (Winterbetrieb nach dem Vorbild von Davos), übersiedelt 1930 nach Lainz.
Der „Währinger Allgemeine Friedhof“ wird aufgelassen und zum Währinger Park gestaltet.

1924

Fertigstellung der Gemeindebauten „Lindenhof“ und Pfannenstielhof“. Bis 1933 entstehen weitere 15 Gemeindebauten in Währing.

1926

1. Kinderfreibad im Türkenschanzpark.

1928

Übernahme der Freiwilligen Feuerwehren in Währing durch die städtische Berufsfeuerwehr.

1934

Erweiterung der Gertrudkirche durch einen Anbau an die Barockkirche.

1935

Öffnung des Pötzleinsdorfer Schlossparks für die Bevölkerung Wiens.

1937

1. Gründung des Museumsvereines, wird am 16.10.1944 aufgelöst.

1938

16.3. Im Zuge der Annexion Österreichs durch Hitler-Deutschland wird das Bezirksamt aufgelöst.
Der Schriftsteller und Schauspieler Egon Friedell entzieht sich der Verhaftung durch die SA durch Freitod am 16.3.1938 (Sturz aus dem Haus Gentzgasse 7).
Ausschreitungen auf der BOKU gegen die Nationalsozialisten.
9./10.11.1938: „Reichskristallnacht“: jüdische Geschäfte und Wohnungen in Währing werden geplündert und verwüstet, das jüdische Bethaus in der Schopenhauerstraße 39 in Brand gesteckt. Bei Kriegsende 1945 sind in Währing keine Juden mehr registriert (Stand März 1938: ca. 4.000).

1938-1945

Zweiter Weltkrieg. In Währing werden 94 Gebäude durch Bombentreffer, 3 durch Brand völlig zerstört, 932 Wohnhäuser und 89 sonstige Gebäude beschädigt, das waren 7,5
% der Wohnungen. Aus den vorliegenden Unterlagen geht hervor, dass 101 Personen bei Luftangriffen ums Leben kamen. Über gefallenen Soldaten aus Währing gibt es keine Ziffern, man nimmt mehr als 2.000 an, da viele der 44. Infanteriedivision angehörten, die 1942/43 bei Stalingrad vernichtet wurde.
Mitglieder der 1938 gegründeten Widerstandsgruppe „Maier-Messner“ (benannt nach dem Gersthofer Kaplan Dr. Heinrich Maier und dem Generaldirektor der Semperit-Werke Dr. Franz Josef Messner) gegen die Nationalsozialisten und den Krieg, die 1944 aufflog, unter ihnen auch Währinger, werden 1945 hingerichtet.

1945

8.4. Einmarsch der roten Armee. Währing leistet keinen Widerstand.
Währing beginnt sich wieder zu organisieren: Am 30.4. fährt die Straßenbahnlinie 41 auf Teilstrecken wieder. Im Mai öffnen das Gersthofer und das Währinger Kino. Im August wird Währing amerikanische Zone. Im September sind die Währinger Straßen im Wesentlichen unbehindert benutzbar, im Oktober ist die Versorgung mit Gas, Strom und Wasser wieder hergestellt.

1948

7.6. 2. Gründung des Museumsvereins durch Hans Sartory (1. Gründung 1937-1944). 4.5.1952 Eröffnung des Museums bis zu seinem Tod 4.7.1960. Die Reaktivierung des Vereines erfolgt 1965, die Wiedereröffnung des Museums 1970.

1948-1951

Wiederherstellung und Neubau von Wohnungen. 1951 ist der Vorkriegsstand von ca. 27.440 Wohnungen wieder erreicht. Bis 1984 sind es 30.507 Wohnungen.

1950

Im Pötzleinsdorfer Schloss wird ein Jugendgästehaus eingerichtet, das bis 1980 besteht. 1983 wird dort die Rudolf-Steiner-Schule gegründet.
31.8. Aufhebung der Lebensmittelrationierungen.

1950-1955

Spielt im Czartoryski-Schlössel eine Kabarettgruppe „Gersthofer Brettl“.

1959

Eröffnung der „Hans-Radl“-Sonderschule für körperbehinderte Kinder auf den Gründen des ehemaligen Czartoryski-Schlössels.

1961-1963

Bau der Pötzleinsdorfer Christkönig-Kirche beim Pötzleinsdorfer Schlosspark (Architekt Karl Schwanzer).

1963

Eröffnung des Wirtschaftsförderungsinstitutes (WIFI) der Kammer der gewerblichen Wirtschaft (Planung von Karl Schwanzer) auf den Gründen des ehemaligen Rothschild-Spitals, wird 1986-1989 erweitert.

1973

Volksbefragung entscheidet gegen eine Verbauung des Sternwarteparks durch ein neues Zoologisches Institut.

1974

Wiedereröffnung des Schafbergbades, das seit 1912 bestand, lange Zeit wegen Baufälligkeit geschlossen war, nach Umbau und Erweiterung.

1978-1981

Bau des Pensionistenheimes „An der Türkenschanze“ (Planung von Harry Glück).

1986

Fertigstellung der Neugestaltung des Gertrudplatzes und des Gersthofer Platzls.

1983

Einrichtung der Rudolf-Steiner-Schule im Pötzleinsdorfer Schloss.

1985-1989

Umbau der Stadtbahn auf U-Bahn-Betrieb (U6).

1987

30.5. Wiedereröffnung der ehemaligen Vorortelinie zwischen Hütteldorf und Heiligenstadt für den Personenverkehr als Schnellbahn S 45.

1990

Eröffnung des Neubaues der „Holleinschule“ Volksschule Köhlergasse 9 (Planung von Hans Hollein).

1991

Eröffnung des Institutes für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der Universität Wien in der Schopenhauerstraße.
Im Oktober Einweihung des Yunus-Emre-Brunnens im Türkenschanzpark.

2004/2005

Bau, Eröffnung und Inbetriebnahme der Schubert-Park-Garage mit neuer Parkgestaltung.


Bezirksmuseum
18. Währing
1180, Währinger Straße 124
Museumsleiterin
Doris Weis

Tel:     01/4000 18127
Mail:   bm1180@bezirksmuseum.at
 
Erreichbarkeit
Linie 40 - Martinstraße

Linie 41 - Martinstraße



Öffnungszeiten
Montag 10.00 bis 12.00 Uhr

Donnerstag 17.00 bis 19.00 Uhr
Sonntag 10.00 bis 12.00 Uhr
Führungen nach Vereinbarung
Geschlossen
Ostern, Pfingsten, Sommer- und Weihnachtsferien
Freier Eintritt
 
Impressum