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1500 bis 1800

1529

1. Türkenbelagerung – es besteht vermutlich eine Schanze und ein Lager der Türken im Bereich des heutigen Türkenschanzparkes. Die umliegenden Orte werden verwüstet und entvölkert.
1. urkundliche Erwähnung einer Kapelle in Pötzleinsdorf.

um 1540

Wird erstmals eine Schule in Währing erwähnt, die aber offensichtlich schon früher (vor 1500?) bestand, sie wird 1683 von den Türken zerstört und erst 1730 neu errichtet.

1568

Warich (Währing) hat 367 Einwohner, die meisten sind evangelisch, erst ab 1628 sind die Einwohner von Warich wieder alle katholisch. (Anordnung von Abt Lambert von Michaelbeuern: „entweder katholisch werden oder auswandern“).

1582

Wird ein Gemeindehirt erwähnt, der im Halterhaus (Währinger Straße 123) wohnt. Dieses Haus wurde erst 1907 abgerissen.

um 1590

Gibt es einen schlossartigen Freihof (heute Pötzleinsdorfer Schloss), der von den Nonnen des Himmelpfortklosters als Verwaltungszentrum benützt wird. Der Hof wird im 30jährigen Krieg verwüstet, ist danach lange Jahre unbenützt. Später wird wieder ein Schloss errichtet, das sehr oft den Besitzer wechselt. 1762 von Baron Fabius Ricci in Nebengebäuden als Tuchschererei und Seidenfärberei genutzt, der es 1778 verkauft. Nach mehrmaligem Besitzerwechsel wird es 1781 von der Gräfin Philippina von Herberstein erworben, und hier beginnt die Geschichte von Schloss und Park Pötzleinsdorf in der heutigen Form, denn sie lässt das Hauptgebäude renovieren, die Fabriksgebäude abbrechen und einen Vergnügungspark anlegen. 1797 erwirbt der Bankier Johann Heinrich Geymüller aus Basel das Schloss und den Park sowie 1801 die Grundherrschaft von Pötzleinsdorf und lässt es umbauen und den Garten gestalten (Pappelallee von Gersthof zum Schloss) und erlaubt den allgemeinen Zutritt in den Park. Da nur minderjährige Kinder 1824 den Besitz erben, kauft 1839 sein Neffe Johann Heinrich Falkner-Geymüller das Anwesen. 1841 geht er in Konkurs und flieht nach Basel, wo er 1848 stirbt. Baron Simon Popper erwirbt 1842 die Grundherrschaft, das Schloss und den Park aus der Konkursmasse. Nach weiteren vielen Besitzerwechseln, die den Besitzern kein Glück brachten, vermacht der letzte Besitzer, der Möbelfabrikant Max Schmidt die Besitzung 1934 der Gemeinde Wien mit der Auflage, den Besitz für die Öffentlichkeit zu nützen, aber nicht für Fürsorgezwecke. Der Park wird 1935 für die Öffentlichkeit wieder geöffnet. 1950 wird das Schloss nach Plänen von Roland Rainer zur Jugendherberge umgestaltet. Seit 1983 ist hier die Rudolf-Steiner-Schule untergebracht.

1605

Im 16. und 17. Jahrhundert wütet 11x die Pest in Währing. Daran erinnert heute noch das Pestkreuz aus dem Jahr 1605 am Hause Währinger Straße 109-111.

1649

In Merians Topographie in Frankfurt gibt es bereits die Bezeichnung TÜRKENSCHANTZ.

1651

Erstmals erscheint die Schreibweise WÄHRING.

1682

Eine Käferplage vernichtet die Weinernte in Weinhaus.

1683

2. Türkenbelagerung vom 14.7. bis 11.9. (ca. 168.000 Türkenkrieger, ca. 80.000 Mann Entsatzheer). Die Türken setzen auf der Türkenschanze den letzten Widerstand gegen das Entsatzheer. Die Dörfer und Weingärten werden fast vollständig niedergebrannt.

1704

Auf Vorschlag des Prinzen Eugen wird zum Schutz der Vorstädte (Alsergrund, Josefstadt, usw.) ein Linienwall gebaut, der 1704 fertig gestellt ist. Es ist ein 13 km langer Erdwall, 4 m hoch, unten 4 m und oben 3 m breit, mit einem 4 m breiten und 3 m tiefen Graben, und 9 Toren.

1713

Wütet die Pest besonders stark in Weinhaus.

um 1728

Kaufen die Barnabiten, die seit 1482 die zweitgrößten Grundbesitzer in Währing waren, von der Gräfin Lamberg den „Freihof“ als Sitz des Amtmannes zur Ausübung der grundherrlichen Rechte (bis 1857). Das Gebäude ist bis heute (mit einigen Umbauten) in der Gentzgasse 10 erhalten und beherbergt die schwedische Kirche in Wien.

1730

Bau eines Schulhauses durch Pfarrer Johann Dempscher an der Stelle des heutigen Gertrudplatzes, die 1784 erweitert und 1818 neu gebaut wird. 1868 übersiedelt die Schule in ein neues Gebäude in der Schulgasse 19.

1737

1. Kapelle in Gersthof, die Matthäus Lydl von Schwanau erbauen lässt, heute die Johann-Nepomuk-Kapelle Gersthofer Straße 129. Sie wird von 1784 bis 1891 als Gersthofer Pfarrkirche genutzt.

1746

1. Schulbau in Pötzleinsdorf, Ecke Pötzleinsdorfer Straße/Geymüllergasse, 1871 wird sie aufgestockt, 1910 wird ein Neubau in der Scheibenbergstraße 63 bezogen.
Die Kapelle in Pötzleinsdorf wird zur Kirche ausgebaut.

1750

1.5. Vernichtet ein Brand die Kirche und den Ort Pötzleinsdorf fast vollständig. 1752 wird die neue Kirche zum Hl. Ägydius gebaut, die 1784 bis 1964 Pfarrkirche ist. Erst 1783 ist der Ort wieder vollständig aufgebaut.

1753

Barocker Neubau der Währinger Kirche zu den Hl. Gertrud und Laurentius.

1769

24.2. Errichtung des „Währinger Ortsfriedhofes“, der 1873 aufgelassen wird. Seit 1925 ist hier der Schubert-Park mit einem Gräberhain zur Erinnerung der hier begraben gewesenen berühmten Personen: Beethoven, Schubert, Nestroy, Grillparzer, Eduard van der Nüll, Alma von Goethe (Enkelin des Dichters) und viele andere.

1784

Der „Währinger Allgemeine Friedhof“ wird eröffnet, er besteht bis 1877 und wird 1923 zum Währinger Park gestaltet. Der jüdische Teil - bis 1884 belegt - besteht heute noch, von den Nationalsozialisten teilweise zerstört.
Erste Erwähnung einer Kapelle zum Hl. Josef in Weinhaus im Czartoryski-Schlössel, das bereits seit 1748 bestand.

1785

Gibt es eine Schule in Gersthof im Lydl’schen Stiftungshaus, die bis 1860 besteht.

ab 1788

Es besteht eine Feuerschutzhütte neben der Kirche in Währing.

1796

17.2. Schweres Erdbeben mit erheblichen Schäden, vor allem in Pötzleinsdorf.


Bezirksmuseum
18. Währing
1180, Währinger Straße 124
Museumsleiterin
Doris Weis

Tel:     01/4000 18127
Mail:   bm1180@bezirksmuseum.at
 
Erreichbarkeit
Linie 40 - Martinstraße

Linie 41 - Martinstraße



Öffnungszeiten
Montag 10.00 bis 12.00 Uhr

Donnerstag 17.00 bis 19.00 Uhr
Sonntag 10.00 bis 12.00 Uhr
Führungen nach Vereinbarung
Geschlossen
Ostern, Pfingsten, Sommer- und Weihnachtsferien
Freier Eintritt
 
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