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Spitalstadt Speising

"Spitalstadt Speising" war der Titel eines von Bezirksvorsteher Gerstbach verfassten Beitrags in der 1992 erschienenen Broschüre 100 Jahre Hietzing.

Auch wenn wir von der "Lainzer Versorgung", heute "Geriatrisches Zentrum am Wienerwald", oder dem "Krankenhaus Lainz", nunmehr Krankenhaus Hietzing, sprechen, kommt uns nicht die Idee, dass diese Bezeichnungen nicht korrekt sind. Sie haben sich eingebürgert. Den Katasterplan in der Hand können wir feststellen, dass die Hälfte der Lainzer Versorgung (so die ursprüngliche Bezeichnung) in Ober St. Veit liegt und dass das Krankenhaus Lainz zur Gänze in der Katastralgemeinde Speising.

Zur Gänze in Speising liegt aber ein Jubilar des Jahres 2005, das Orthopädische Spital.

Das 1915 als Klinik für die Versorgung und Wiedereingliederung von Kriegsversehrten gegründete, in der Gassergasse (5.Bezirk) gelegene Spital, erreichte binnen kurzem einhellige Anerkennung und wurde weltweit nachgeahmt. Ursprünglich auf 1000 Betten beschränkt wurde es, bedingt durch die Gräuel des Krieges, zum 3600-Betten-Spital.

Im Jahr 1917 übernahmen die Schwestern der "Dienerinnen des Heiligen Geistes" die Pflegeleitung und bewahrten 1933 durch die Übernahme des Spitals dieses vor der Schließung. Da das Objekt in der Gassergasse durch einen Bombentreffer schwer verwüstet war, musste ein neuer Standort gefunden werden. 1945 übersiedelte das Spital in die Hofburg, in Räume, die heute der Nationalbibliothek zur Verfügung stehen.

1956 übersiedelte das Spital von der Hofburg nach Speising. Das Objekt war damals das "Niederösterreichische Landeskrankenhaus Mödling". Warum Niederösterreich? 1910 wurde in der Speisinger Straße der Grundstein für das Waisenhaus gelegt, das die im 3.Bezirk gelegene Stiftung Maria Theresias ablöste. Die Stiftung wurde vom Land Niederösterreich verwaltet und das Waisenhaus von den Schulbrüdern geführt, die eine Volks-, Haupt- und Handelsschule leiteten. 1938 wurde das Waisenhaus geschlossen, das Objekt zum Kriegslazarett und 1947 auf Beschluss der Niederösterreichischen Landesregierung zum Landeskrankenhaus. Die Europahilfe Göteborg stellte bedeutende Mittel für ein Kinderkrankenhaus zur Verfügung. Ab 1949 gab es die Kinderheilanstalt "Göteborg", damals das modernste Kinderspital des Landes.

Ab 1956 schrittweise vom Orthopädischen Spital besiedelt, wurde dieses schon nach kurzer Zeit zur führenden Krankenanstalt unseres Landes. Die hier entwickelten Behandlungs- und Operationsmethoden ließ das Spital zu einem der größten Orthopädiezentren Europas werden.

Die im Bezirksmuseum bis Jahresende 2005 zugängliche Ausstellung "Bewegte Zeiten" gibt an Hand von noch nie gezeigten Exponaten eine Übersicht der Entwicklung der Orthopädie in den letzten 90 Jahren.


Bezirksmuseum
13. Hietzing

1130, Am Platz 2
Museumsleiter
Prof. Mag. Ewald Königstein


Tel:     01/877 76 88
Email: bm1130@bezirksmuseum.at

IBAN: AT11 1400 0014 1077 4174
Erreichbarkeit
U 4 - Hietzing

Linien 10, 60 - Hietzing, Kennedybrücke
51A, 56A, 56B, 58A - Hietzing, Kennedybrücke
Die Räume des Museums sind barrierefrei errreichbar.
Öffnungszeiten
Mittwoch 14.00 bis 18.00 Uhr

Samstag 14.00 bis 17.00 Uhr

Geschlossen
während
Schulferien, an Samstagen
vor Schulferien sowie an Feiertagen

Freier Eintritt
 
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