Loading
  • Wiener Bezirksmuseen
  • Sondermuseen
  • Veranstaltungskalender
  • ARGE

Die Wiener Feuerwehren

Hans W. Bousska


Im Mittelalter war die Hilfeleistung im Brandfall allgemeine Plicht der Bewohner. Brandschutz lag daher im allgemeinen Interesse. Hausbesitzer, in deren Haus ein Brand ausbrach war zu bestrafen. Trotzdem kam es immer wieder zu verheerenden Bränden, die ganze Straßenzüge, sogar Orts- und Stadtteile vernichteten. Feuerordnungen forderten die Bereithaltung von einfachen Löschgeräten wie Eimer, Bottiche oder Feuerhaken, später auch Stockspritzen. Zünfte wurden ab 1454 bei der Brandbekämpfung nach ihren beruflichen Fertigkeiten eingesetzt. Um Brände möglichst bald zu erkennen wurde 1534 der Wachdienst des Türmers von St. Stephan eingeführt. diese Dienststelle bestand bis 1956!

Wien stellte 1686 vier besoldete Feuerknechte ein und schuf damit die erste Brandschutzorganisation Europas. Diese Feuerknechte hatten das Löschgerät einsatzbereit zu halten und zu warten. Sie bezogen ein Objekt neben dem Zeughaus Am Hof, in dem sie Pferde und Kutschen unterbringen konnten. Um den Aufgaben nachkommen zu können wurde in den folgenden Jahrzehnten das Personal bedeutend aufgestockt, die Feuerlöschordnungen immer präziser. Das Feuerlöschpatent von 1817 brachte einen weiteren großen Fortschritt im Bereich der baupolizeilichen Bestimmungen. Diese strengen Vorschriften hatten zur Folge, dass für Wien die katastrophalen Flächenbrände endgültig der Vergangenheit angehörten.

Um 1800 wurden in den Vorstädten und Vororten „Feuerlösch-Requisitenstadl“ eingerichtet, in denen die Löschgeräte untergebracht waren. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden in den Vororten die ersten Freiwilligen Feuerwehren. Sie bestanden zumeist bis Ende der 1920er Jahre. Nur in Breitensee und Süßenbrunn bestehen auf Wiener Boden noch zwei Freiwillige Feuerwehren, die für den Schutz der jenseits der Donau gelegenen Orte zuständig sind.

Wien erlangte 1901 durch seine Beteiligung an der internationalen „Ausstellung für Feuerschutz- und Feuerrettungswesen“ in Berlin Weltgeltung. Bis heute ist die Wiener Berufsfeuerwehr durch die Ausbildung der Feuerwehrleute und den hohen technischen Standard international hoch geachtet. Die Auswahl der Bilder soll einen exemplarischen Überblick über die Organisation der Wiener Berufsfeuerwehr und die Freiwilligen Feuerwehren geben.


Bezirksmuseum
12. Meidling

1120, Längenfeldgasse 13-15
Museumsleiterin
Prof. Dr. Vladimira Bousska


Tel:   01/817 65 98
(Mo-Fr  9.00-13.00 Uhr)
Fax:  01/817 65 98 - 12
Email:
bm1120@bezirksmuseum.at
Erreichbarkeit
U 4, U 6 - Längenfeldgasse

12A - Längenfeldgasse
59A - Hans-Mandl-Berufsschule
(Längenfeldgasse)
63A - Hans-Mandl-Berufsschule
(Längenfeldgasse)


Öffnungszeiten
Sonntag 9.30 bis 11.30 Uhr

Mittwoch  9.00 bis 12.00 Uhr 
und 16.00 bis 18.00 Uhr

Geschlossen
Schulferien und Feiertage

Aktuelles vom Meidlinger Kulturkreis
Freier Eintritt
Impressum