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Sehenswürdigkeiten in Favoriten

 

Die Spinnerin am Kreuz

Das wohl bekannteste Wahrzeichen von Favoriten ist die auf der Kuppe des Wienerbergs stehende Spinnerin am Kreuz. Sie wurde bereits 1296 das erste Mal urkundlich als stainern kreucz erwähnt. Die reich gegliederte Steinsäule wurde 1375 erbaut und 1446 das erste Mal zerstört. Vom Dombaumeister des Stephansdoms, Hans Puchsbaum, wurde sie 1452 wieder errichtet. 1529 beschädigt, 1598 erneuert, 1606 schwer beschädigt, 1624 renoviert, 1683 wieder beschädigt und 1707 abermals renoviert. Im Jahre 1709 ist erstmals der Name Spinnerin-Creutz erwähnt. „Berühmt“ war die Spinnerin am Kreuz auch als öffentliche Hinrichtungsstätte von Wien. Die letzte öffentliche Hinrichtung bei der „Spinnerin“ fand 1868 statt.

Die Originalfiguren wurden nach dem Krieg ersetzt und sind heute im Bezirksmuseum ausgestellt.

 

Der Wasserturm

Ebenfalls auf der Kuppe des Wienerberges steht das zweite Wahrzeichen von Favoriten, der Wasserturm. Er wurde in den Jahren 1898-1899 im Industriellen-Historismus-Stil errichtet. Er versorgte die höher gelegenen Teile des 10. und 23. Bezirks mit Trinkwasser, da durch die ansteigende Anzahl der Bevölkerung in diesen Bezirken  auch der Trinkwasserverbrauch stieg. 1910 wurde der Wasserturm, nach der Inbetriebnahme der 2.Wiener Hochquell-Wasserleitung stillgelegt. Er wurde in den Jahren 1988-1990 saniert und kann heute besichtigt werden. Der Turm wird heute für diverse Ausstellungen und/oder Vernissagen benutzt.

 

Die Johanneskirche in Unterlaa

Sie gilt als eine der ältesten Sakralbauten im heutigen Wiener Stadtgebiet. Die Kirche steht vermutlich an der Stelle eines römischen Tempels und wurde wahrscheinlich von Mönchen anfangs des 11. Jahrhunderts errichtet. Bei Ausgrabungen im Kircheninneren im Jahre 1974 wurden fünf Skelette gefunden, die mit den Erbauern der Kirche ident sein dürften. 1272 wurde die Kirche umgebaut, ein Hospiz angebaut, kam in den Besitz des Johanniterordens (heute Malteserorden) und wurde dem Hl. Johannes dem Täufer geweiht. Es ist an der Turmspitze und an den Kirchenfenstern das Malteserkreuz zu sehen. 1683, bei der zweiten Türkenbelagerung,  wurde die Kirche größtenteils zerstört und 1686 wieder aufgebaut. Die heutige Kircheneinrichtung stammt aus dem 17.Jahrhundert. Bemerkenswert davon ist das Altarkruzifix aus dem Jahre 1678.

Die Kirche mit den Ausgrabungen sowie ein archäologischer Schauraum können von Mai bis Oktober jeden ersten Sonntag im Monat besichtet werden.

 

Der Gräberhain in Waldmüllerpark

Unter Joseph II wurden alle Friedhöfe innerhalb des Linienwalls geschlossen und dafür fünf so genannte Communalen Friedhöfe außerhalb des Linienwalls errichtet. So auch der Katholische Leichenhof Matzleinsdorf, der bis 1874 zu Margareten (5.Bezirk) gehörte. Nach der Eröffnung des Zentralfriedhofs 1874 in Simmering (11.Bezirk) wurden diese Communalen Friedhöfe, und somit auch dieser Friedhof, aufgelassen. Für Begräbnisse wurde der Friedhof ab 1879 gesperrt, 1922 in einen Park umgewandelt und 1923 als Waldmüllerpark eröffnet. Beim Haupteingang wurden ein Stück der Friedhofsmauer und eine Steinlaube als Erinnerung an den Friedhof belassen. In einem kleinen Areal des Parks wurde ein Gräberhain mit einigen künstlerisch-historisch wertvollen Grabmälern errichtet. Es wurden die sterblichen Überreste der Toten exhumiert und im Gräberhain neu bestattet, oder in Ehrengräber auf den Wiener Zentralfriedhof überführt. Unter vielen Grabstätten bekannter Persönlichkeiten ist auch die von Ferdinand Georg Waldmüller, nach dem der Park benannt wurde.

Der Gräberhain kann auf Anfrage beim Bezirksmuseum Favoriten bei einer Führung besichtigt werden.

 

Die Antonskirche

Die Kirche wurde 1896-1901 in einem romanisch-byzantinischen Stil erbaut und ist die größte Kirche in Favoriten. Sie ist ein Sicht-Ziegelbau mit zwei Glockentürmen und einer 48m hohe Kuppel. Auf dieser Kirchenkuppel steht eine segnende, 4m hohe Christusstatue. Rund um die Kirche sind Mosaikbilder in die Außenfassade, von Favoritner Bürger gespendet, eingelassen. Die Kirche ist dem Heiligen Antonius von Padua geweiht.

 

Die Keplerkirche

Die Kirche St. Johann Evangelist ist dem Evangelisten Johannes geweiht, ist aber allgemein als Keplerkirche bekannt, da sie am, nach dem Astronomen Johannes Kepler benannten, Keplerplatz steht. Sie wurde in den Jahren 1872-1876 im Stil der Neorenaissance erbaut und ist die älteste Kirche von Favoriten (nur die Kirchen in Ober- und Unterlaa sind älter, aber diese Orte wurden erst später eingemeindet).

 

Das Amalienbad

Am Reumannplatz befindet sich das Amalienbad. Das Bad wurde in den Jahren 1923-1926 erbaut, den Namen erhielt es nach der Gemeinderätin Amalia Pölzer. Der Grundriss des Bades war an dem der römischen Thermen angelehnt, und der Innenausbau war ganz im Art-Deco-Stil errichtet. Als besonderes Highlight hatte das Bad ein bewegliches Glasdach über der Schwimmhalle. Bei der Eröffnung war es das größte und modernste Hallenbad von Europa.

Es wurde in den  Jahren 1979-1986 generalsaniert.

 

Das Domenig-Haus

Das bekannteste Gebäude in der Favoritner Fußgängerzone ist das Domenig-Haus. Es wurde in den Jahren 1975-1979 vom Architekten Günther Domenig als Bankgebäude für die damalige Zentralsparkasse errichtet, und hat auf Grund seines ungewöhnlichen Aussehens der Fassade damals heftige Diskussionen ausgelöst. Heute steht es unter Denkmalschutz.

 

Kurpark Oberlaa

Im Jahre1969 wurde mit dem Umbau des Geländes am Südosthang des Laaerbergs für die Wiener Internationale Gartenbauausstellung 1974 begonnen, und 1974 durch den damaligen Bürgermeister Leopold Gratz feierlich eröffnet. Das Gelände, das in der Stummfilmzeit auch als Drehort von Monumentalfilmen benutzt wurde, bestand aus Baum- und Buschbewuchs, Wiesen und Ziegelteichen. Durch die Verwendung, Aufforstung und gärtnerische Gestaltung des natürlichen Bestandes entstand der Park. Nach Ende der Gartenbauausstellung wurde das Areal in eine öffentliche Parkanlage, dem Kurpark Oberlaa, umgewandelt. Der Park ist in verschiedene Themenbereiche unterteilt. Es gibt u. a. ein Blumenlabyrinth, einen Rosenberg, einen japanischen Garten, einen Allergiegarten und einen Liebesgarten. Für Modellschiffbauer gibt es einen eigenen Teich und ein Skateland für sportliche Jugendliche. Für Kinder wurden ein Spielplatz  und ein Streichelzoo errichtet. Ein Areal im Park ist der Filmstadt aus den Zwanzigerjahren des vorigen Jahrhunderts gewidmet. Darin werden in den Sommermonaten auch Filme aus dieser Zeit gezeigt. Es gibt auch Liegewiesen mit Liegesessel zum sonnen und zum relaxen. Und nach einem erholsamen Spaziergang kann man dann  beim Südeingang die Kurkonditorei Oberlaa besuchen.

 

Und nicht zu vergessen

Der böhmische Prater

Der Böhmische Prater entstand am Ende des 19.Jahrhunderts. Der Wirt einer Werkskantine der Ziegelwerke Laaerwald  führte eine kleine Gastwirtschaft auf dem Laaer Berg, die als beliebter Zielpunkt der Sonntagsausflüge der Ziegelböhm war. Im Jahre 1883 hatten sich daher bereits einige Schausteller und Wirte im kleinen Prater angesiedelt. Da diese, wie auch die Arbeiter im Bezirk, vorwiegend aus den damaligen Kronländern Böhmen und Mähren stammten, wurde der Name in Anlehnung an den Wiener Prater, Böhmischer Prater genannt. In den Jahren danach entstand eine kleine Vergnügungsindustrie mit Ringelspielen, Kegelbahnen, Gasthäuser und ähnlichem. Am Ende des 2. Weltkrieges wurde der Böhmische Prater durch einen Bombenangriff fast vollständig zerstört. Sein heutiges Aussehen erhielt er durch den Wiederaufbau in den Fünfzigerjahren. In den Sechziger- und Siebzigerjahren verlor er etwas an Bedeutung, erfreut sich aber seit den Achzigerjahren des 20.Jahrhunderts wieder großer Beliebtheit. Seit 2010 gibt es von Mai bis Oktober einen privaten, kostenlosen Shuttlebus zwischen Reumannplatz und Böhmischer Prater.


Bezirksmuseum
10. Favoriten

1100, Ada Christengasse 2B
(Olof- Palme-Hof)
Museumsleiterin
Eva Fischer


Tel/Fax   01/689 81 93
Tel:        01/810 61 86 (Fischer)
Email:     bm1100@bezirksmuseum.at
             museum.favoriten@gmail.com
Erreichbarkeit
U 1 - Alaudagasse

19A - Alaudagasse


Öffnungszeiten
Donnerstag 16.00 bis 19.00 Uhr


Geschlossen
Schulferien und Feiertage
Freier Eintritt
 
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