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TAG DER WIENER BEZIRKSMUSEEN 2013


Spritzenwagen, Mitte 19. Jh. © Feuerwehrmus.
Türmer von St. Stephan © Feuerwehrmus.
Dampfspritze 1878, © Feuerwehrmus.
Brand des Justizpalastes 1927 © BM 1010
Brand der Rotunde 1937 © Feuerwehrmus.
Brand der Redoutensäle 1992 © Zikus- und Clownmus.

Am 10. März 2013 fand zum siebenten Mal in allen Wiener Bezirks- und Sondermuseen der TAG DER WIENER BEZIRKSMUSEEN 2013 unter dem Motto


"WIENER FEUERWEHREN"


statt.


Im Mittelalter war die Hilfeleistung im Brandfall allgemeine Plicht der Bewohner. Brandschutz lag daher im allgemeinen Interesse. Hausbesitzer, in deren Haus ein Brand ausbrach waren zu bestrafen. Trotzdem kam es immer wieder zu verheerenden Bränden, die ganze Straßenzüge, sogar Orts- und Stadtteile vernichteten. Feuerordnungen forderten die Bereithaltung von einfachen Löschgeräten wie Eimer, Bottiche oder Feuerhaken, später auch Stockspritzen. Zünfte wurden ab 1454 bei der Brandbekämpfung nach ihren beruflichen Fähigkeiten eingesetzt.

Um Brände möglichst bald zu erkennen wurde 1534 der Wachdienst des Türmers von St. Stephan eingeführt. Diese Dienststelle bestand bis 1956!
Wien stellte 1686 vier besoldete Feuerknechte ein und schuf damit die erste Brandschutzorganisation Europas. Diese Feuerknechte hatten das Löschgerät einsatzbereit zu halten und Bereitschaftsdienst. Sie bezogen ein Objekt neben dem Zeughaus Am Hof, in dem die Pferde und Kutschen untergebracht waren.

Um den Aufgaben nachkommen zu können wurde in den folgenden Jahrzehnten das Personal bedeutend aufgestockt, die Feuerlöschordnungen immer präziser. Das Feuerlöschpatent von 1817 brachte einen weiteren großen Fortschritt im Bereich der baupolizeilichen Bestimmungen. Diese strengen Vorschriften hatten zur Folge, dass für Wien die katastrophalen Flächenbrände endgültig der Vergangenheit angehörten.

Um 1800 wurden in den Vorstädten und Vororten „Feuerlösch-Requisitenstadl“ eingerichtet, in denen die Löschgeräte untergebracht waren.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden in den Vororten die ersten Freiwilligen Feuerwehren. Sie bestanden zumeist bis Ende der 1920er Jahre. Nur in Breitensee und Süßenbrunn bestehen auf Wiener Boden noch zwei Freiwillige Feuerwehren, die für den Schutz der jenseits der Donau gelegenen Orte zuständig sind.

Wien erlangte 1901 durch seine Beteiligung an der internationalen „Ausstellung für Feuerschutz- und Feuer­rettungswesen“ in Berlin Weltgeltung.
Bis heute ist die Wiener Berufsfeuerwehr durch die Ausbildung der Feuerwehrleute und den hohen technischen Standard international hoch geachtet.

Zum Tag der Wiener Bezirksmuseen 2013 erscheint auch heuer wieder eine begleitende Publikation unter dem Titel


WIENER FEUERWEHREN“.


Wenn der Türmer von St. Stephan Feueralarm schlug, eilten die Wiener zur Brandbekämpfung. Mit ihren Löscheimern waren sie gegen die Flammen jedoch allzu oft machtlos. Als im Jahre 1685 die ersten Feuerknechte ­ihren ständigen Dienst antraten, war der Grundstein für die Wiener Feuerwehren gelegt, die erste Brandschutz­organisation Europas. Hans W. Bousska, Autor, Historiker und Kustos am Bezirksmuseum Meidling, hat gemeinsam mit den Wiener Bezirks- und Sondermuseen über 220 meist farbige Bilder ausgewählt, die die Geschichte der Wiener Feuerwehren von ihren Anfängen bis heute dokumentieren. Sie zeigen den Alltag in den Feuerwachen überall in der Stadt und erinnern an aufsehenerregende Einsätze. Bilder und ­Fotografien veranschaulichen die historische und technische Entwicklung der Wiener Feuerwehr, die heute zu den weltweit besten gehört. Dieses Buch lässt auch einige der dramatischsten Momente der Wiener Stadtgeschichte wieder lebendig werden.

Die Auswahl der Bilder gibt einen exemplarischen Überblick über die Arbeit und Organisation der Wiener Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehren.

Sehr geehrte Besucher!

Der Tag der Wiener Bezirksmuseen 2012 fand heuer zum 6. Mal am 18. März 2012 in der Zeit von 10-16 Uhr statt.

Das diesjährige Thema:


„Wiener Märkte"


Nahezu 5.000 Besucher fanden sich in den Bezirks- und Sondermuseen ein, um an den Sonderveranstaltungen teilzunehmen und die Ausstellungen zu besichtigen.


Da die Sonderausstellungen auch weiterhin zu besichtigen sind, verweisen wir auf den Veranstaltungskalender.




ARGE

 

1080 Wien, Schmidgasse 18
Tel.: +43 -1- 403 58 53
Fax:+43 -1- 403 58 53
Mobil: +43 676 4143861


Email: office(at)bezirksmuseum.at

 

Präsident:

ML Mag. Heinrich Spitznagl 


Verkehrsverbindungen:

U2, Station Rathausplatz
Straßenbahn 2, Haltestelle Strozzigasse
Autobus 13A (-> Alserstraße), Haltestelle Theater in der Josefstadt

 

webstat/bezirksmuseum/wsb280409