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Bezirksgeschichte

Nördlich der Stadt, in einem Au- und Heidegebiet, entwickelte sich auf einer Gruppe von Inseln im Laufe der Zeit die Leopoldstadt. Das Gewirr von Donauarmen und Inseln vor den Toren Wiens nannte man im Mittelalter "Werd". 1670 bekommt die Vorstadt ihren entgültigen Namen "Leopoldstadt".Ab dem ausgehenden 13. Jahrhundert lässt sich eine erste Besiedelung und Holznutzung auf den Inseln nachweisen. Das Augebiet wurde vorwiegend für die Jagd genutzt. Mit dem Bau der ersten Brücken, die Schlagbrücke (heute Schwedenbrücke) 1368 und 1439 eine mehrteilige Jochbrücke vom heutigen Gaußplatz über die Donauarme nach Floridsdorf wuchs die Bedeutung des Werds als Handelsplatz. Der Bau der Kremserstraße, heute der untere Teil der Taborstraße und die Obere Augartenstraße, bewirkte eine vermehrte Ansiedlung. Entlang dieses Handelsweges entstanden vor den Toren der Stadt mehrere Einkehrgasthöfe. Am heutigen Gaußplatz entstand eine Verteidigungsanlage, Tabor genannt. Eine neue Brücke wurde 1698 über die Donau geschlagen. Dabei wurde der Tabor und das Mauthaus an die jetzige Stelle verlegt und die Taborstraße verlängert. Das Trockenlegen von Teichen und Sümpfen wirkte sich günstig auf die Bautätugkeit aus. Zur Errichtung eines Ghettos wurde den Juden 1624 ein Grundstück zugewiesen, aus welchem sie jedoch 1670 von Kaiser Leopold I. wieder vertrieben wurden. Während Wien mehrmals von verschiedenen Heeren belagert worden war (30jähriger Krieg 1619, Türken 1529 und 1683, Schweden 1645) wurde auch die Leopoldstadt besetzt und verwüstet, deren Bewohner geschändet oder ermordet. Einen wirtschaftlichen Aufschwung brachte der Bau der Verbindungs-bahn, der Ausbau des Nordbahnhofes und die Donauregulierung. Durch die Schifffahrt auf der Donau  blühte auch der Handel auf. Es setzte eine starke Bautätigkeit ein, die erst in der Zwischenkriegszeit endete. Nach Kriegsende 1945 wurde mit großem Elan und Engagement an der Instandsetzung, dem Wiederaufbau und der Modernisierung des Bezirkes gearbeitet. Insgesamt gesehen hat sich die Leopoldstadt in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu einem modernen und mit guter Infrastruktur ausgestattetem äußerst lebenswerten Stadteit entwickelt.

Eine genauere und ausführlicher geschichtliche Beschreibung liegt in Form der "Wiener Geschichtsblätter Beiheft 4/2007" im Bezirksmuseum auf. Weiter Schwerpunkte darin sind:

Das Carltheater, Johann Nestroy, der Nordbahnhof, der Prater, das Riesenrad, die Weltausstellung, der Wiener Hafen, der Augarten, die Geschichte der Juden, sowie ein Auszug aus der Bezirkschronik.

Kommen Sie vorbei! Ein Besuch lohnt sich immer.

Bezirksmuseum

Leopoldstadt

 

1020 Wien, Karmelitergasse 9
(rechts neben Bezirksamt)

   


Museumsleiter:
Mag.arch. Georg Friedler

Telefon 01/4000/ 02 127
Das Telefon ist zu den Öffnungszeiten und Mittwoch ab 14.00 Uhr besetzt

 

Mobil: 0664 382 3440
(Mag. Friedler)

 

E-Mail: bm1020(at)bezirksmuseum.at



Öffnungszeiten:  
Sonntag 10.00 bis 13.00 Uhr, 
Mittwoch 16.00 bis 18.30 Uhr

 

Zu den folgenden Zeiten ist das Museum geschlossen


Osterferien 24. bis 29. März 2016
Sommerferien 30. Juni bis 3. September 2016
Weihnachtsferien 22. Dezember 2016 bis 7. Jänner 2017


   
Führungen:

Sind nach Voranmeldung auch außerhalb der Öffnungszeiten möglich.

 

Terminvereinbarungen für Schulen: Dr. Luise Rauchenberger drlrauchenberger(at)gmx.at

 

Terminvereinbarungen für wissenschaftliche Recherchen im Archiv bitte per Mail    bm1020(at)bezirksmuseum.at

       
Erreichbarkeit: 
U2 - Taborstraße
Linien 2, 5A - Karmeliterplatz
 

Anfahrt bitte hier klicken