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Gemeindebauten in Ottakring

Sandleitenhof, 1956
Novyhof, 1956

Ausstellungsdauer: 19. März bis 21. September 2017

Die Gemeindebauten des Roten Wien dienten einerseits der Wohnraumbeschaffung und verkörpern andererseits sozialdemokratische Ideologie. Langfristiges Ziel der damaligen Wohnbaupolitik war, alle Wiener Arbeiter mit guten, preiswerten Wohnungen auszustatten. Neben den anderen Schwerpunkten der „Wiener Schule der Kommunalpolitik“ galt die Wohnbaupolitik als die „berühmteste und zugleich pragmatisch-fortschrittlichste Sozialreform“[1].

Nach dem zweiten Weltkrieg knüpfte die Stadtverwaltung dort an, wo sie 1934 aufzuhören gezwungen worden war. Private Bautätigkeit gab es keine, Baumaterial war schwer zu beschaffen, Ziegelbruchbeton wurde als Ersatzstoff verwendet. 1947 wurde der kommunale Wohnbau wieder aufgenommen. Die imponierende quantitative Leistung: 1949 konnte schon die 1000. Gemeindewohnung vergeben werden.

Politiker sprachen vom Übergang des sozialen Wohnbaus auf den sozialen Städtebau.

Ab den 1960ern fand qualitativ höherwertige Architektur Eingang in das Bauschaffen.

Die Ausstattung mit Werken bildender Künstler spielte immer eine Rolle, besonders in der Nachkriegsperiode bis in die 1970er. Die Kunst am Bau bildet für die Ausstellung „Gemeindebau in Ottakring“ den roten Faden für die Aufbereitung.[2]
 


[1] Helmut Weihsmann, Das rote Wien, SS 25, 26

[2] Literatur: Irene Nierhaus, Kunst am Bau

16. Ottakring


Richard-Wagner-Platz 19b

Eingang Hasnerstraße

ML DI Dr. Jochen Müller

Tel.: 01 4000/16127 DW

Mobile: 0680-143 28 95

Eintritt kostenlos

Öffnungszeiten

Sonntag 10:00 bis 12:00 Uhr
+ neu: Donnerstag 16:00 bis 19:00 Uhr

(ausgenommen Feiertage und Schulferien)



 Führungen für Gruppen jederzeit gegen Voranmeldung


E-Mail: bm1160(a)bezirksmuseum.at


Mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar:

Linie 9: Station Thaliastraße

Linie 46: Station Feßtgasse

Linie 48A: Station Panikengasse