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Entstehungsgeschichte des Bezirksmuseums Mariahilf


Das erste der Wiener Heimatbücher – Mariahilf. Einst und Jetzt erschien 1926, hg. von Ernest Blaschek. Das „Heimatbuch“ als Sammlung für den Unterricht in der Volksschule wird bald durch den Begriff „Heimatmuseum“ erweitert.

Die meisten Wiener Heimatmuseen, die nach 1945 wieder ihre Tätigkeit entfalteten, waren Gründungen nach dem ersten Weltkriege. Sie mussten dazu auf die Erfahrung von MitarbeiterInnen zurückgreifen, welche mit ihrer Erfahrung den Wiederaufbau einer solchen Einrichtung fortsetzen konnten. Im Falle Mariahilf trafen diese Voraussetzungen auf Fritz Illing (geb. 1899, gest. 1967) zu. Er gründete 1951 das Bezirksmuseum, damals noch in der Gumpendorferstraße 4. So konnte dank langer vorbereitender Arbeitszeit der wissenschaftlichen Arbeitsgemeinschaft des Heimatmuseums 1963 Das Wiener Heimatbuch Mariahilf[1] als erstes „Heimatbuch“ eines Bezirkes nach 1945 erscheinen.

Der Verein "Arbeitsgemeinschaft der Wiener Bezirksmuseen" wurde im Jahr 1964 als Dachorganisation und Rechtsträger von 23 Bezirksmuseen und sechs Sondermuseen gegründet, deren Aufgabe es ist, neben der Bewahrung der bezirkshistorischen Sammlungen spezielle Ausstellungen, Musikveranstaltungen und Lesungen einem interessierten Besucherkreis nahe zu bringen.

V
on Juli 1967 bis April 1968 leiten Franz Ihle und Raimund Brossmann das Museum.

Seit April 1968 ist Richard Petrziczek (1903 – 2001) Museumsleiter.

Am 30. Juni 1982 übersiedelt das Museum in die Mollardgasse 8 und wird am 23. Juni 1983 wiedereröffnet. Im zweiten Stock des Hauses findet sich auch seit 1983 auch das Phonomuseum als Sondermuseum der Wiener Bezirksmuseen.

Am 20. Oktober 1998 übernimmt Herbert Sauer die Leitung des Museums und führt umfangreiche Renovierungsarbeiten durch.

2003 erscheint wieder ein neues Bezirksbuch – der Begriff „Heimatbuch“ ist zu dieser Zeit aus belastenden Gründen nicht mehr gebräuchlich. Herausgegeben wird es von der Bezirksvorsteherin Renate Kaufmann, die Redaktion übernimmt der Bezirksrat und Kabarettist Richard Weihs[2]. Es enthält neben den Abschnitten Geschichte und Kultur erstmals auch einen eigenen Teil über Mariahilf als Sozialbezirk.

Am 2. Oktober 2008 wird Erich Dimitz zum Leiter bestellt, nachdem er zuvor die abschließende Renovierung und Neugestaltung geplant und geleitet hatte. Das Museum wird danach am 20. November 2008 neu eröffnet.

Zugleich wird auch als Teil des Museums das Glasmuseum eröffnet. Es wird von Alicia Ysabel Spengler kuratiert.

Als Expositur des Bezirksmuseums wird am 27. Juni 2008 das Naschmarktmuseum (Kuratorin: Angela Herburger) als Dauerausstellung eröffnet.

Seit 2008 finden in den Räumlichkeiten des Museums auch regelmäßige Treffen der HistorikerInnen-Kommission zum Bezirksprojekt „Erinnern für die Zukunft“ statt, welche die Schicksale der deportierten und ermordeten aus Mariahilf anlässlich des Gedenkens zum Jahr 1938 anhand der letzten Meldeadressen dokumentiert (Koordinatorin: Ulli Fuchs).

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[1]
Illing, Fritz (Hg.): Das Wiener Heimatbuch Mariahilf. Wien 1963
[2] Mariahilf. Das Buch zum Bezirk. Uhudla, Wien 2003

Bezirksmuseum
6. Mariahilf

1060, Mollardgasse 8
(Mezzanin)
Museumsleiter
Prof. Dr. Erich Dimitz
Tel.: +43 - 1 - 586 78 68
Email: bm1060@bezirksmuseum.at

Spendenkonto:
IBAN: AT 60 1200 0507 8602 3604
Erreichbarkeit
U 4 - Pilgramgasse

12A, 13A, 14A - Pilgramgasse

Öffnungszeiten
Sonntag 11.00 bis 13.00 Uhr

Donnerstag 10.00 bis 12.00 Uhr

MUSEUM GANZJÄHRIG GEÖFFNET !

Freier Eintritt
 
 
 
 
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