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Bisher fanden folgende Wiedener Vorträge statt:

Wiedener Vorträge 12:
Mittwoch, 19. September 2018, 18.30 Uhr

Dr. Florian Wenninger: Die jüdische Bevölkerung der Wieden.

Eine Geschichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart

Eine jüdische Bevölkerung gab es in Wien bereits im ausgehenden 12. Jahrhundert. Die Juden spielten eine besondere Rolle im Wirtschaftsleben. Da ihnen Grundbesitz und die Ausübung zahlreicher Handwerke verboten waren, blieben ihnen nur Handel und Geldgeschäfte als Lebensgrundlagen. Die frühen Habsburger schätzten die finanziellen Kenntnisse der Juden sehr: der erste amtliche Wiener Münzmeister war Jude. Die erste Judenvertreibung aus wirtschaftlichen und religiösen Gründen erfolgte bereits im 15. Jahrhundert, die größte Wiener Judenverbrennung geschah 1421 auf der Gänsweide (heute Erdberg). Kaiser Leopold I. vertrieb 1669/70 die Juden aus der „Leopoldstadt“, unter Maria Theresia zahlten in Wien ansässige Juden die „Toleranzsteuer“. 1848 gehörten jüdische BürgerInnen zur intellektuellen und politischen Vorhut der Revolutionäre. Erst mit dem Staatsgrundgesetz von 1867 wurden Jüdinnen und Juden allen anderen BürgerInnen gleichgestellt. In den 1920er Jahren waren nahezu 10% der WienerInnen jüdisch. Details ihrer Vertreibung und Ermordung sowie die Geschichten von HelferInnen dokumentieren die Greuel des Nationalsozialismus.


Wiedener Vorträge 11:

Mittwoch, 20. Juni 2018, 18.30 Uhr:

Mag.a Barbara Kintaert Barbara: Dr. Wanda Lanzer, eine (fast) vergessene Volksbildnerin

Ein kleiner Park auf der Wieden wird umbenannt du erinnert nun an Dr.in Wanda Lanzer. Wer war Wanda Lanzer? Warum ist es wichtig, an sie zu erinnern? Mag.a Barbara Kintaert, Mitarbeiterin der Sozialwissenschaftlichen Dokumentation in der Bibliothek der Arbeiterkammer Wien, berichtet über das Wirken der engagierten Erwachsenenbildnerin im Roten Wien. Sie unterrichtete an einer Abendschule für Erwachsene, in der die Lernenden demokratische Mitspracherechte hatten und in der keine Noten (in Ziffern!) vergeben wurden – ein auch für heutige Debatten interessanter Ansatz! Wanda Lanzer musste vor den Nazis nach Schweden flüchten und kehrte nach dem Weltkrieg wieder nach Österreich zurück.

Wiedener Vorträge 10:

Mittwoch, 2. Mai 2018, 18.30 Uhr:
Hubert Sielecki: Dudelsack und Drehleier.

Zwei Wiener Volksinstrumente. Diavortrag mit zahlreichen Musikbeispielen.

Hubert Sielecki, der Filmemacher und Wiener Dudelsackspieler, erzählt Geschichte und Geschichten rund um den Lieben Augustin, über Straßensänger und wandernde Musikanten, über musikalische Traditionen und technische Entwicklungen der Instrumente. Ein ungewöhnlicher Abend voller interessanter Geschichten und aufregender Hörerlebnisse.


Wiedener Vorträge 9:

Mittwoch, 25. April 2018, 18.30 Uhr:
Anton Tantner: Die Hausnummern von Wien

Klein und unscheinbar hat sie sich an die Häuser festgemacht: Die Hausnummer. Sie scheint keine Geschichte zu haben, so selbstverständlich, so alltäglich ist sie für uns geworden; dabei wurde sie 1770 nicht etwa eingeführt, damit die Menschen sich leichter orientieren oder die Briefträger sicherer zustellen könnten, sondern um die Rekrutierung von Soldaten zu erleichtern. Jedes Haus bekam eine Nummer, Nummer 1 war die Hofburg. Erst 1862 wurde die uns heutigen geläufigen „Orientierungsnummern“ eingeführt. Der Vortrag behandelt die verschlungene Geschichte der Wiener Hausnummern und Straßenschilder, er verlockt dazu, die Stadt mit anderen Augen zu sehen.

Anton Tantner ist Privatdozent für Neuere Geschichte und lehrt an der Universität Wien. Homepage mit Veröffentlichungen und "Galerie der Hausnummern": http://tantner.net

Zuletzt erschienen: Tantner, Anton: Die Hausnummern von Wien. Der Ordnung getreue Zahlen. (=Enzyklopädie des Wiener Wissens; XXIV). Weitra: Bibliothek der Provinz, 2016.


Wiedener Vorträge 8:

Mittwoch, 4. April 2018, 18.30 Uhr:

Philipp Maurer, Dieter Schmutzer, Hubert Sielecki: Hanswurst und Zauberharfe.

Barockes Volkstheater in Wien. Vortrag, Lesung, Musik. Mit Dudelsack und Drehleier.

Philipp Maurer und Dieter Schmutzer erzählen Geschichten aus dem barocken Theater, das sich durch deftigen Witz und subversivem Schmäh auszeichnet, sie lesen Texte und spielen kleine Szenen. Begleitet werden sie von Hubert Sielecki mit seinem Dudelsack und von Luise Buisman mit ihrer Drehleier, zwei typischen Instrumenten des Wiener Barock.

Wiedener Vorträge 7:

Mittwoch, 7. März 2018, 18.30 Uhr:

Peter Prybila, Kuratorenführung durch die Ausstellung "Das Freihaus und sein Theater"

Der Kurator der Ausstellung, Peter Prybila,  führt durch die Ausstellung, die von der Geschichte des Freihauses auf der Wieden erzählt,das nicht nur durch sein Theater und vor allem durch die Uraufführung von Mozarts Zauberflöte berühmt wurde (dass viele WienerInnen noch immer glauben, die Zauberflöte sei im Theater an der Wien uraufgeführt worden, verdankt sich wohl unserm etwas schlampigen Sprechen!) und erzählt von einigen überraschenden Entdeckungen.


Wiedener Vorträge 6:

Mittwoch, 28. Februar 2018, 18.30 Uhr:

Brigitte Pellar: Die Arbeiterkammer. Die Geschichte, das Gebäude, die Politik.

Die Historikerin Dr. Brigitte Pellar erzählt die Geschichte der Kammer für Arbeiter und Angestellte seit ihrer Gründung vor fast 100 Jahren, genau am 26. Februar 1920, von ihrem ersten Direktor Ferdinand Hanusch, von ihren politischen Kämpfen und Erfolgen bis in unsere Gegenwart. Pellar erzählt die Geschichte des Hauses und seiner Vorgängerbauten in der Prinz-Eugen-Straße, und sie erläutert, warum die Arbeiter und Angestellten auch heute noch eine starke Kammer brauchen.

Buchtipps: 

Brigitte Pellar: Eine andere Geschichte Österreichs. Hardcover, 30,3 x 21,6 cm. Wien, ÖGB Verlag, 3. Auflage, 2014.

Brigitte Pellar (Konzept und Redaktion): Wissenschaft über Gewerkschaft. Analysen und Perspektiven. Wien, ÖGB Verlag, 2013.


Wiedener Vorträge 5:

Mittwoch, 21. Februar 2018, 18.30 Uhr:

Anton Tantner: Alltagsleben im Wien Maria Theresias


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ntonio Canaletto, Die Freyung in Wien. Kunsthistroisches Museum, Wien.

Ein Beispiel für das Alltagsleben in Wien: Handel, Markt, Herrschaften, Dienstboten.

Unter der Regentschaft Maria Theresias war Wien die unbestrittene Haupt- und Residenzstadt der Habsburgermonarchie, geprägt durch prunkvolle Feste, barocke Paläste und große soziale Gegensätze. Anton Tantner berichtet vom Leben der kleinen Leute, von ihren Berufen, ihrem Einkommen, dem Markttreiben und den Härten des Wiener Alltags.

Der Vortragende Anton Tantner ist Privatdozent für Neuere Geschichte an der Universität Wien. Auf seiner Homepage finden Sie viele frei zugängliche Publikationen: http://tantner.net


Wiedener Vorträge 4:

12. Oktober 2017:

Martin Roland: Die ältesten Buchstaben in 4/5. Präsentation des Antiphonars aus dem 14. Jahrhundert.


Wiedener Vorträge 3:

28. September 2017:

Ali Kohlbacher: Aufwachen. Karikaturen aus dem 21. Jahrhundert. Buchpräsentation des Echo media buchverlags.

Mit einem Kurzreferat zur Geschichte der politischen Karikatur vom 16. Jahrhundert bis heute.


Wiedener Vorträge 2:

20. September 2017:

Philipp Maurer: Martin Luther und die Entstehung des modernen europäischen Staates.


Wiedener Vorträge 1:

22. Juni 2017:

Philipp Maurer: Die Wieden als Erinnerungsort der Moderne.

Eine Einführung in die Wiedner Kulturgeschichte zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Bezirksmuseum
4. Wieden

1040, Klagbaumgasse 4
Museumsleiter
Prof. Dr. Philipp Maurer

Tel:    01/581 24 72
        

Mail: bm1040@bezirksmuseum.at
        bmwieden@aon.at
Erreichbarkeit
Linie 1, Linie 62 - Johann-Strauß-Gasse
WLB (Badner Bahn) - Johann-Strauß-Gasse
13A - Johann-Strauß-Gasse
Öffnungszeiten
Dienstag 10.00 bis 12.00 Uhr
Donnerstag 18.00 bis 20.00 Uhr

Geschlossen
Schulferien und Feiertage

Freier Eintritt

App kostenlos
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