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Bezirksgeschichte


Die Leopoldstadt, zu der bis 1900 auch der heutige 20. Bezirk, die Brigittenau gehörte, wird vor allem durch die Lage an der Donau geprägt. Bis zur großen Regulierung des Stroms 1870 durchzogen vor allem das Gebiet nördlich des Pratersterns zahlreiche Donauarme und schufen dort eine zur kaiserlichen Jagd genutzte Aulandschaft. Die Schaffung einer ersten Holzbrücke von der Inneren Stadt in das damals so genannte „Untere Werd“ ermöglichte ab 1368 die erste Besiedlung des Bezirks. Rund 70 Jahre später, 1439, wurde dann auch der Hauptstrom der Donau in der Gegend um den Tabor überbrückt, wodurch die vor allem von Fischern und armen Leuten bewohnte Leopoldstadt auch eine wichtige Rolle im Handel mit der Hauptstadt übernehmen konnte.


Doch bis ins 20. Jahrhundert hinein wurde der Bezirk immer wieder von Hochwässern heimgesucht, die bis zur Donauregulierung oft verheerende Ausmaße annahmen. Doch erst die Schaffung des 1988 fertig gestellten Entlastungsgerinnes brachte das endgültige Ende für Überflutungen in den an die Donau angrenzenden Häusern und Straßen des Bezirks. War bereits 1766 ein Teil des kaiserlichen Jagdgebietes, der heutige grüne Prater, für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden, so konnte die Besiedlung der Gegend nördlich des Praterstern erst nach der Fertigstellung der Donauregulierung begonnen werden. Ein Blick auf den Stadtplan verdeutlicht, dass die Straßenzüge dieses Bezirksteils auf dem Reißbrett entworfen wurden - gerade, parallele Straßenzüge kennzeichnen die Gegend zwischen Lassallestraße, Engerthstraße und Ausstellungsstraße.


Der zweite Bezirk war immer auch Begegnunsstätte verschiedener Nationalitäten und Religionen, besonders eng ist der Bezirk aber mit der Geschichte der Wiener Jüdinnen und Juden verbunden. 1624/25 wurde auf kaiserlichen Befehl im Unteren Werd ein jüdisches Getto errichtet. Doch bereits 1670 wurde unter Kaiser Leopold II. die Auflösung des Ghettos verfügt, die Juden aus Wien vertrieben. Das Gebiet wurde zu Ehren des Kaisers Leopoldstadt genannt, sodass der Namen des Bezirks unmittelbar mit der Verfolgung der Jüdinnen und Juden verknüpft ist. Im 20. Jahrhundert beherbergte der zweite Bezirk abermals eine große jüdische Bevölkerungsgruppe, die durch die Verfolgungen des NS-Regimes fast zur Gänze ausgelöscht wurde.


Heute ist die Leopoldstadt ein sehr bunter Bezirk mit Bewohnern verschiedenster Nationen, auch wieder einer starken jüdischen Bevölkerungsgruppe, aber auch sozial stark durchmischt , was in den einzelnen Teilen des Bezirks sichtbar wird. Durch die Nähe zur Stadt ebenso wie zu wichtigen Naherholungsgebieten, wie dem Prater und der Donauinsel, seine ausgezeichnete Verkehrsanbindung ist der zweite Bezirk ein sehr guter Ort zum Leben.


Kommen Sie vorbei ein Besuch lohnt sich.


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Bezirksmuseum
2. Leopoldstadt

1020, Karmelitergasse 9
(rechts neben Bezirksamt)
Museumsleiter
Mag.arch. Georg Friedler
Tel/Fax: 01/4000 02 127

Mobil:    0664 382 3440 (Mag. Fiedler)
E-Mail:   bm1020@bezirksmuseum.at
Schulführungen: Dr.Luise Rauchenberger
Mail:  drlrauchenberger@gmx.at
Erreichbarkeit:
U2 - Taborstraße

Linie 2 - Karmeliterplatz
5A - Karmeliterplatz
 
Öffnungszeiten:
Mittwoch 16:00 bis 18:30 Uhr
Sonntag 10:00 bis 13:00 Uhr
Geschlossen
Schulferien und Feiertage
Freier Eintritt

 
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