Loading
  • Wiener Bezirksmuseen
  • Sondermuseen
  • Veranstaltungskalender
  • ARGE
27.04.2018 18:00 Neue Kunst jenseits der Linie
Infos & Anmeldung: www.museum15.at

Ausstellungseröffnung & Lesung am Fr, den 27.4.2018, 18.00-19.30

Mit dem Ausbau eines Kuhstalls zum Kaffeehaus im Wiener Vorort Braunhirschengrund fing alles an. Der aus Württemberg stammende Gastronom Carl Schwender legte damit den Grundstein zu seiner berühmten Vergnügungsstätte Colosseum. Zu den Attraktionen zählte ab 1866 auch ein eigenes Theater, das mit Possen, Tragödien, Operetten und Sozialdramen ein buntes Publikum begeisterte.

1890 wurde die Dichtergruppe Jung-Wien auf das Volkstheater beim Schwender aufmerksam. Der Essayist und selbsternannte Gründer des Jungen Wien, Hermann Bahr, der als Wunderkind gehandelte Lyriker und Dramatiker Hugo von Hofmannsthal, der Dandy-Poet Richard Beer-Hofmann, der Journalist und Schriftsteller Felix Salten sowie der Literat und Arzt Arthur Schnitzler wollten jenseits des Wiener Linienwalls eine neue Kunst erproben.

Um der Theaterzensur zu entgehen, beteiligte sich das Junge Wien an der Gründung einer Freien Bühne. Die progressiven Theaterabende sollten in Rudolfsheim stattfinden, doch der Verein verstrickte sich in dramenästhetische Grabenkämpfe. Hinzu kamen staatliche Kontrollmaßnahmen, hohe Ausgaben und die Konkurrenz der größeren Theaterhäuser. Die Freie Bühne konnte sich letztlich nicht durchsetzen.

Die Ausstellung ist Teil eines Ensembles, das an verschiedenen Orten in Wien und Salzburg die Schriftstellergruppe Jung-Wien thematisiert. Sie zeigt die Entwicklungen des Volkstheaters in Schwenders Colosseum und blickt auf die Episode der Freien Bühne.

Nähere Infos zum Ausstellungsverbund „Das Junge Wien. Natur plus X“: gtb.w8.netz-werk.com

Ablauf:
- Begrüßung durch Museumsleiterin Mag. Brigitte Neichl
- Einführung von Ausstellungskurator MMag. Dr. Cornelius Mitterer
- Szenische Lesung des Museumsteams aus Carl Henop-Hauswirths Naturalismus-Parodie Klein Schreyolf, die am Rudolfsheimer Volkstheater Premiere feierte (Koordination: Dr. Waltraud Zuleger)

Zum Kurator:
Der Literaturwissenschaftler Cornelius Mitterer ist am Ludwig Boltzmann Institut für Geschichte und Theorie der Biographie tätig. Zu Mitterers Forschungsschwerpunkten zählen österreichisches und italienisches Theater des 18. und 19. Jahrhunderts, die Wiener Moderne, außerdem Biographieforschung, Kulturtransfer, Literatursoziologie und Netzwerktheorie.

Die Ausstellung geht in die Dauerausstellung des Bezirksmuseums über.
Bezirksmuseum
15. Rudolfsheim-FünfhausP
1150, Rosinagasse 4
Museumsleiterin
Prof. Mag. Brigitte Neichl

Tel:  01/4000 15127  0664 2495417
Mail: bm1150@bezirksmuseum.at
 
Erreichbarkeit
U 3, U 6 - Westbahnhof

Linien 52, 58 - Staglgasse


Öffnungszeiten
Montag 17.00 bis 19.00 Uhr

Freitag 15.30 bis 17.30 Uhr
Geschlossen
Schulferien und Feiertage
 
Freier Eintritt
Impressum