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Zeittafel zur Bezirksgeschichte

100 Vindobona wurde befestigtes römisches Kastell
169-171 Zerstörung Vindobonas durch die Markomannen
180 Wiederaufbau des Lagers
366 Nennung Vindobonas in der "Tabula Peutingeriana"
395 Vordringen germanischer Stämme über die Donau, zweite Zerstörung Vindobonas
881 Erste Erwähnung Wiens ("apud Weniam") in den Salzburger Annalen
1030 Ungarneinfall
1137 Wien wird erstmals als "civitas" (Stadt) bezeichnet
1042 Hoftag König Heinrichs III. in Wien und Beschluß einer Heerfahrt gegen die Ungarn
1050 Die Stadtherren von Wien verlegen die Residenz vom Berghof zum Judenplatz
1146 Der Babenberger Herzog Heinrich II. (Jasomirgott) zieht sich nach einer Niederlage gegen ein ungarisches Heer nach Wien zurück
1147 Bischof Reginbert von Passau weiht die Pfarrkirche St. Stephan
1146 Herzog Heinrich II. gründet das Schottenkloster.
1156 Privilegium minus, die Mark wurde Herzogtum. Heinrich II. verlegt die Residenz nach Wien auf den Platz AM Hof
1189 Das Heer des dritten Kreuzzuges unter Friedrich Barbarossa zieht durch Wien
1192 Gefangennahme Richard I. Löwenherz von England; Privileg für Regensburger Kaufleute
1193 Feuer und Hochwasser
1194 Mit dem Anteil am Lösegeld für Richard Löwenherz wird die Münzstätte Wien gegründet und die Stadtmauer gebaut.
1203 Herzog Leopold VI. heiratet in Wien die Großnichte des byzantinischen Kaisers, Theodora
1208 Privileg für flandrische Tuchfärber und Wollweber ("Flandrenser Privileg")
1221 Ältestes Wiener Stadtrecht
1258 Brand der Stephanskirche
1261 Kaum ein Zehntel der Stadt blieb durch einen weiteren Brand unzerstört.
1264 Die Hochzeit der Nichte König Ottokars mit dem Sohn König Belas von Ungarn in Wien endete mit einem Tumult.
1270 Das Zisterzienserinnenkloster St. Niklas vor dem Stubentor wurde von Ungarn verwüstet. Die Nonnen ziehen im Jahr darauf in ein Haus des Klosters Heiligenkreuz in der Singerstraße.
1275 Weihe der Kirche des Zisterzienserinnenklosters St. Niklas
1276 Ottokar unterwarf sich Rudolf von Habsburg, der in die Stadt einzog.
1278 Bestätigung der Stadtrechte durch Kaiser Rudolf I.; Doppelhochzeit der Kinder Rudolfs und Ottokars
1288 Wien erhob sich gegen Herzog Albrecht I. und verlor die Sonderstellung als freie Reichsstadt.
1291 Nach dem Tod Rudolfs von Habsburg belagerte Andreas von Ungarn sieben Wochen lang die Stadt. Schließlich versprach Herzog Albrecht I. dem ungarischen König die Hand seiner Tochter Agnes. Die Hochzeit fand 1296 statt.
1305 Herzog Blanche, die Gemahlin Rudolfs von Österreich starb bei der Geburt ihres ersten Kindes und wurde im Minoritenkloster beigesetzt.
1309 Einige Bürger erhoben sich gegen Herzog Friedrich I. den Schönen, worauf diese 1310 hingerichtet wurden.
1316 Friedrich I. schenkte der Stadt die Häuser Haymos als Rathaus.
1326 Ein Großbrand vernichtete zwei Drittel der Stadt.
1327 Friedrich I. stiftete das Augustinerkloster.
1349 Die Pest forderte fast ein Drittel der Bewohner.
1350 und 1354 Heftige Feuer verwüsteten die Stadt.
1359 Herzog Rudolf IV. der Stifter begann mit dem Aus- und Umbau von St. Stephan.
1361 Großfeuer
1363 Margarete von Tirol (Maultasch) zog nach der Übergabe der Herrschaft über Tirol an Herzog Rudolf (IV.) nach Wien und lebte bis zu ihrem Tod 1369 in einem Haus bei der Minoritenkirche.
1365 Gründung der Wiener Universität, der Alma Mater Rudolphina
1381 Pest
1408 Rivalitäten zwischen Herzog Ernst und Herzog Leopold führten zur Hinrichtung einiger Wiener Bürger, unter anderem des Bürgermeisters Konrad Vorlauf.
1411 Albrecht V. zog nach Erlangung der Großjährigkeit in Wien ein.
1421 Liquidierung des jüdischen Ghettos
1422 Hochzeit Albrechts V. mit Elisabeth, der Tochter König Sigmunds von Ungarn
1436 Pest
1438 Beschreibung Wiens durch Aeneas Silvius
1439 Nach dem Tod König Albrechts II. ließ Herzog Friedrich V. (König Friedrich IV., Kaiser Friedrich III) die Wiener Burg ausbauen und das bekannte „AEIOU“ anbringen.
1446 Bedrohung durch die Ungarn
1451 Predigten des Johannes Capistran
1452 Empfang des ungarischen Königs Ladislaus Postumus
1458 Kaiser Friedrich III. residierte in Wiener Neustadt und bekämpft die Anhänger seines Bruders Albrecht VI.
1461 Im Wappenbrief Kaiser Friedrichs III. erhielt die Stadt Wien das Recht, den kaiserlichen Doppeladler im Stadtwappen zu führen.
1485 Matthias Corvinus eroberte Wien.
1490 Nach dem Tod von Matthias Corvinus zog König Maximilian I. in Wien ein.
1506 Fischereinordnung Maximilians I.
1511 Erlass einer Kleiderordnung für Juden
1515 Fürstentag mit Doppelhochzeit der Enkel Maximilians mit den Kindern des Königs von Böhmen und Ungarn
1517 Neues Stadtrecht durch Kaiser Maximilian I., das die Wirtschaftskraft der Stadt einschränkte.
1519-22 Erhebung der Stände
1522 Erzherzog Ferdinand eröffnete die Verfahren gegen die aufständischen Wiener Stände („Wiener Neustädter Blutgericht“). Aberkennung der Privilegien und Rechte.
1525 Bei einem Brand wurden 416 Gebäude zerstört.
1526 Mit der neuen Stadtordnung beschnitt Ferdinand I. neben den wirtschaftlichen auch die politischen Rechte.
1529 Sultan Süleyman II. belagerte Wien vom 27. September bis 14. Oktober. Rundansicht Wiens von Niklas Meldeman.
1531 Beginn des Ausbaus einer neuen Stadtbefestigung
1541 Ein Drittel der Stadtbevölkerung fällt der Beulenpest zum Opfer.
1547 Stadtpläne von Augustin Hirschvogel und Bonifaz Wolmuet
1551 Mit dem Eintreffen von Jesuiten begann in Wien die Gegenreformation.
1552 Errichtung des Schweizertores in der Hofburg; Pest
1558 Bau der Stallburg; Beginn einer systematischen Straßenpflasterung
1564 Maximilian II. bestätigte der Stadt Wien die alten Freiheiten und Ordnungen.
1568 Umfassende Polizeiordnung
1574 Judenausweisung aus Wien auf Betreiben der protestantischen Stände
1578 Ausweisung der protestantischen Prädikanten; vier Fünftel der Bevölkerung sind lutherisch.
1586 Pestepidemie
1590 Erdbeben forderte zahlreiche Tote und Verletzte. Brandkatastrophe
1609 Hoefnagel-Plan
1612 Nach dem Tod Rudolfs II. verlegte Matthias die Residenz von Prag nach Wien.
1623-26 Massive Abwanderung protestantischer Bürger; Haus- und Grundbesitz ist nur (katholischen) Bürgern erlaubt („Einstandsprivilegium“).
1625 Juden werden aus der Stadt verwiesen und ins Ghetto am Unteren Werd angesiedelt.
1627 Letzter Großbrand
1645 Schwedische Truppen unter General Torstenson belagerten die „Wolfsschanze“.
1651 Das erste „Comödienhaus“ in der Himmelpfortgasse wurde errichtet.
1657 Nach dem Tod Ferdinands III. wurde Leopold I. Regent. Kaiserin Eleonore berief die Ursulinen nach Wien.
1662 Fassade der Kirche Am Hof (Sonderform frühbarocker Architektur)
1668 Brand in der Hofburg
1677 Abraham a Sancta Clara wurde zum Hofprediger ernannt.
1679 Hof, Kaiser, Adel und reiches Bürgertum flohen vor der Pest, die bis Dezember 50.000 Tote forderte.
1683 Zweite Türkenbelagerung durch Kara Mustafa vom 13. Juli bis 12. September
1685 Johannes Diodato eröffnete das erste Kaffeehaus.
1688 Einführung der Straßenbeleuchtung
1693 Weihe der Dreifaltigkeitssäule am Graben
1698 Zar Peter der Große besuchte Wien
1702 Grundstein zum Neubau der Peterskirche
1703 Erste Ausgabe des „Wienerischen Diariums“, der heutigen „Wiener Zeitung“
1705 Kuruzzen vor Wien
1706 Vollendung der Umbauarbeiten am Alten Rathaus
1707 Gründung des Versatz- und Fragamts (Dorotheum) durch Kaiser Joseph I.
1709 Eröffnung des Kärntnertortheaters
1713 Pest
1717-22 Bau der Geheimen Hofkanzlei (heute Bundeskanzleramt) durch Johann Lukas von Hildebrandt
1726 Fertigstellung der Hofbibliothek
1728 Neugestaltung der kaiserlichen Gemäldegalerie in der Stallburg
1731 Fertigstellung des Umbaus des Bürgerlichen Zeughauses Am Hof
1732 Einweihung des Vermählungsbrunnens am Hohen Markt
1734 Ausweisung aller Franzosen aus Wien
1735 Vollendung der Winterreitschule
1737-39 Bau des Donner-Brunnens am Neuen Markt
1738 Erlass eines kaiserlichen Patents zur Straßenreinigung
1740 Rafael Donner beginnt im Auftrag der Stadt Wien mit dem Bau des Andromedabrunnens im Hof des Alten Rathauses.
1742-45 Bau der Albertina
1752 Brand und Explosion in der “Salniterey” (Pulverlaboratorium und Lager) in der Kurtine der Augustinerbastei
1754 „Seelenkonsignation“, erste Volkszählung in Wien. In Wien und den Vorstädten werden 175.609 Einwohner gezählt.
1761 Verlautbarung und Gründung einer Wiener Börse (im Haus „Zum Fassel“ am Kohlmarkt); Zerstörung des Kärntnertortheaters durch Feuer (Wiedererrichtung und Eröffnung 1763)
1770 Konskriptionspatent, für Zwecke der Rekrutenaushebung wird neben der „Seelenkonsignation“ die Häusernumerierung angeordnet.
1772 Die „Klapperpost“ nimmt ihren Betrieb auf.
1773 Der Freisingerhof am Graben, der bis in die Babenbergerzeit zurückreichte, wurde abgebrochen und an seiner Stelle der Trattnerhof errichtet (Fertigstellung 1798).
1774 Pläne der Innenstadt von Joseph Anton Nagel und Joseph Daniel Huber
1782 Beginn der Klosteraufhebungen, durch die neue Baugründe geschaffen wurden; Papst Pius VI. besuchte Joseph II.
1783 Magistratsreform, Toleranzpatent. Beide protestantischen Gemeinden erwarben Teile des aufgehobenen Königinklosters in der Dorotheergasse, um Bethäuser einzurichten.
1794-95 Jakobinerprozesse, Hochverratspatent
1797 Das Hissen der Trikolore durch den französischen Gesandte Jean-Baptiste Bernadotte in seiner Residenz (Wallnerstraße 8) führte zu antifranzösischen Ausschreitungen („Fahnenrummel“).
1803 Erweiterung des Stephansplatzes. Der Graben übernimmt die Rolle des Hohen Marktes als Wiener Geschäftszentrum. Von 89 Wiener Kaffeehäusern liegen 41 in der Inneren Stadt.
1804 Einweihung der neuen Kapelle der griechisch-türkischen Bevölkerung im „Küß-den-Pfennig-Haus“ am Hafnersteig
1805 Besetzung Wiens durch die napoleonische Armee vom 13. November bis 13. Jänner
1809 Nach der Beschießung Wiens in der Nacht vom 11. auf den 12. Mai zogen napoleonische Truppen in Wien ein und besetzten die Stadt bis zum 20. November. Sprengung der Festungswerke

1812 Gründung der Gesellschaft der Musikfreunde (Tuchlauben 12); Abtragung der Burgbastei

1814/15 Wiener Kongress
1817 Die Basteien werden mit Alleen versehen und zur Promenade freigegeben.

1823 Der Volksgarten, seit 1819 in Bau, wurde eröffnet.

1825 Eröffnung der ersten Kettenbrücke Wiens, der Sophienbrücke, über den Donaukanal.

1826 Fertigstellung der von Josef Kornhäusel erbauten Synagoge in der Seitenstettengasse

1834 Vollendung des Äußeren Burgtors

1831 Cholera

1840 Im Annakeller in der Johannesgasse wurde das „Neue Elysium“ eröffnet. Wegen des wachsenden Verkehrsaufkommens wird der Graben durch den Abriss zweier Gebäude erweitert.

1841 Einführung der Gasbeleuchtung in der Wiener Innenstadt

1846 wird auf der Freyung der Austria-Brunnen von Ludwig Schwanthaler enthüllt.

1847 Unruhen aufgrund von Lebensmittelknappheit

1848 Im Verlauf der Revolution wurde am 6. Oktober Kriegsminister Baillet von Latour gelyncht. Am 7. Oktober trat der erste frei gewählte Wiener Gemeinderat im nö. Ständesaal zu seiner ersten öffentlichen Sitzung zusammen. Am 28. Oktober wurde die Stadt von den kaiserlichen Truppen bombardiert und wiedererobert.

1853 Während des Spaziergangs auf der Bastei nächst dem Kärntnertor wurde auf Kaiser Franz Joseph I. ein Attentat verübt. Neugestaltung des Gemeinderatssaals im Alten Rathaus

1854 Am 24. April heiratete Franz Joseph I. die 16jährige Wittelsbacher-Prinzessin Elisabeth in der Augustinerkirche.

1857 Mit der Verfügung „Es ist mein Wille“ ordnete Franz Joseph I. die Schleifung der Befestigungsanlagen an. Damit wurde die Grundlage für die dringend nötige Erweiterung der Stadt geschaffen und durch die Verbauung des Rings mit prächtigen Gebäuden eine neue Ära eingeleitet.

1860 Enthüllung des Erzherzog-Karl-Denkmals auf dem Heldenplatz (22. Mai)

1862 Eröffnung des Stadtparks auf dem ehemaligen Gelände des Wasserglacis.

1865 Eröffnung der Ringstraße nach 7-jähriger Bauzeit

1866 Durch die Demolierung einer Häuserinsel am Graben erhielt der Stock-im-Eisen-Platz seine heutige Form; Fertigstellung des Akademischen Gymnasiums (1, Beethovenplatz 1) nach Plänen von Friedrich Schmidt; Enthüllung des Prinz-Eugen-Denkmals am Heldenplatz

1868 Eröffnung des Künstlerhauses (1. September)
1869 Eröffnung des neuen Opernhauses am Ring (25. Mai, Mozarts „Don Giovanni“); erste große Arbeiterdemonstration auf dem Paradeplatz, wo 1872 der Grundstein zum neuen Rathaus gelegt wurde.

1870 Eröffnung des neuen Musikvereinsgebäude
1870-1881 Beginn der Errichtung der Museen, des Parlaments und Burgtheaters.

1872 Im Palais Liechtenstein in der Herrengasse eröffnete der Klavierfabrikant Ludwig Bösendorfer einen Konzertsaal (1913 demoliert).

1873 Ein Börseneinbruch bereitet dem Konjunkturaufschwung der Gründerzeit ein Ende. Weltausstellung; Ausbruch einer Choleraepidemie; Eröffnung der 1. Wiener Hochquellenwasserleitung auf dem Schwarzenbergplatz (24. Oktober)

1876 Eröffnung des Hotel Sacher

1877 Eröffnung der Akademie der bildenden Künste am Schillerplatz (3. April)

1879 Makartfestzug über die Ringstraße (24. April)

1881 Brand des Ringtheaters (8. Dezember)

1882 Das Bürgerspital im Bereich Kärntnerstraße / Lobkowitzplatz wurde demoliert und neu gestaltet.

1883 Erste Sitzung des Reichsrates im neu gebauten Parlament (4. Dezember)

1884 Eröffnung der Neuen Universität (10. Oktober)

1885 Der Gemeinderat bezog das neue Rathaus (23. Juni)

1888 Anstelle des 1884 abgebrannten Stadttheaters wurde das Etablissement „Ronnacher“ eröffnet (21. April).

1888 Eröffnung des neuen Burgtheaters (14. Oktober)

1893 Vollendung des Michaelertrakts der Hofburg; erste elektrische Straßenbeleuchtung auf dem Kohlmarkt

1894 Verbreiterung der Kärntner Straße

1896 Erste Kinovorstellung in Österreich in der Kärntner Straße / Ecke Krugerstraße (27. März)

1897 Karl Lueger wird Wiener Bürgermeister

1900 Neugestaltung des Minoritenplatzes

1904-1912 Errichtung der Postsparkassa nach Plänen Otto Wagners

1905 200.000 Menschen demonstrieren in der Wiener Innenstadt für das allgemeine Wahlrecht (28. November)

1908 Kaiser-Huldigungs-Festzug auf der Ringstraße zum 60jährigen Regierungsjubiläum Franz Josephs I. (12. Juni)

1910 Eröffnung des Volksbildungshauses „Wiener Urania“ (6. Juni);

1911 Teuerungsproteste vor dem Rathaus (17. September); Fertigstellung des Loos-Hauses am Michaelerplatz (10. Dezember)

1914 Ausbruch des Ersten Weltkriegs

1916 Ermordung des Ministerpräsidenten Karl Stürgkh durch Friedrich Adler im Hotel „Meißl & Schadn“; Tod Kaiser Franz Josephs (21. November), Trauerzug zum Stephansdom

1918 Hungerdemonstrationen; Ausrufung der Republik vor dem Parlament (12. November)

1919 Hunger- und Arbeitslosendemonstrationen

1924 Erste Radiosendung der RAVAG aus dem Studio im Ministerium für Heerwesen (Stubenring 1, 1. Oktober)

1926 Erster „Paneuropakongress“ im Konzerthaus (3.-6. Oktober)

1927 Eskalation des Generalstreiks und Brand des Justizpalastes (15. Juli) mit 89 Toten und 600 Schwerverletzten

1929 Großkundgebung der Heimwehr am Heldenplatz (27. Oktober)

1932 Fertigstellung des ersten Hochhauses in der Herrengasse 4-6 nach Plänen von Siegfried Theiß und Hans Jaksch

1933 Selbstausschaltung des Parlaments (4. März) und Errichtung eines autoritären Ständestaates, Verbot des Schutzbundes, Wiedereinführung der Todesstrafe

1934 Generalstreik; Bürgerkrieg; Bürgermeister Seitz und die Stadträte Weber, Breitner, Danneberg und Glöckel werden im Rathaus verhaftet; Ermordung von Bundeskanzler Dollfuß (30. Juli)

1935 Erster Opernball in Wien mit 4000 Gästen (26. Jänner)

1938 Annexion Österreichs (12. März); Beginn der Ausplünderung jüdischer Geschäfte; Kundgebung auf dem Heldenplatz (15. März); Beginn der Judenverfolgung. In der Reichskristallnacht (9. November) wurde der Stadttempel aufgrund der engen Verbauung nicht zerstört, aber in der Folge als Sammellager gebraucht.

1945 Schwere Luftangriffe und Bombenschäden in der Inneren Stadt (12. März), u.a. brannten die Staatsoper und der Stephansdom.

1952 Feierlicher Einzug der 1945 zerstörten und neu gegossenen Pummerin am Stephansplatz (26. April)

1955 Eröffnung des Ringturms (14. Juni); Wiedereröffnung des Burgtheaters (15. Oktober) und der Staatsoper (5. November)

1956 Brand der Börse (14. April)

1957 Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEO) nimmt ihren Sitz in Wien (Kärntner Ring 9-13)

1958 Besuch Papst Johannes XXIII., feierlicher Einzug in St. Stephan (23. Dezember)

1961 Großbrand in der Alten Universität (7./8. Februar); Gipfeltreffen zwischen Chruschtschow und Kennedy (3./4. Juni)

1965 Kritik an den antisemitischen und nationalsozialistischen Äußerungen des Historikers Taras Borodajkewycz führten zu Auseinandersetzungen deutsch-nationaler und antifaschistischer Stunden vor dem Hotel Sacher und schließlich zum Tod des 67-jährigen Ernst Kirchwegers (2. April)

1974 Die Kärntner Straße wurde Fußgängerzone

1975 Treffen der Außenminister Gromyko und Kissinger (19. Mai); terroristischer Überfall auf das OPEC-Gebäude am Dr. Karl-Lueger-Ring (21. Dezember)

1981 Blutbad in der Synagoge in der Seitenstettengasse (29. August, zwei Tote, 20 Schwerverletzte) durch palästinensische Terroristen

1983 Besuch Papst Johannes Paul II. (10.-14. September)

1986 Neugestaltung des Stock-im-Eisen-Platzes
1992 Brand der Redoutensäle (26.November)

(in Arbeit)


Bezirksmuseum
1. Innere Stadt

1010, Wipplingertsraße 8
Altes Rathaus
Museumsleiter
Ing. Kurt Kospach
Tel/Fax: 01/4000 01 127
E-Mail: bm1010@bezirksmuseum.at
Erreichbarkeit
Eingang im linken Innenhof des

Rathauses (Museumshof)
Zugang: über Wipplingerstraße 8
sowie Stoß im Himmel

Öffnungszeiten
Dienstag  16.00 bis 18.00 Uhr
Donnerstag 16.00 bis 18.00 Uhr
Geschlossen
Schulferien und Feiertage, Freier Eintritt

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